Von wegen Camelot-Aus: ?Arc ist noch eine M?glichkeit!?

Erstmals seit der Camelot-Pleite meldete sich Jockey Joseph O’Brien zu Wort. Erstmals seit dem Schock am vergangenen Samstag im St Leger und der unerwarteten Niederlage gegen Encke sprach der Sohn von Trainer Aidan O’Brien mit der Presse. Und was er da zu sagen hatte, war durchaus interessant.

Denn nicht nur hat O’Brien Junior eine mögliche Erklärung für die Leger-Pleite zur Hand, sondern auf einmal ist auch der Arc wieder ein Thema!

„Camelot hat sich in der ersten Phase des Rennens leicht angaloppiert, was ihn richtig angezündet hat und dazu geführt hat, dass er heißer war als das eigentlich der Fall ist. Ich wollte eigentlich langsamer mit ihm gehen, aber das war danach nicht mehr möglich.‘

‚In der Geraden ist er dann nur ein Tempo gegangen und war nicht das Pferd, was wir kennen. Camelot hat die Guineas vom vorletzten Platz gewonnen. Das war nicht dasselbe Pferd“, gab O’Brien in Irland zu Protokoll.

Und dann kam das, was Danedream-Deutschland interessiert: „Der Arc ist definitiv noch eine Möglichkeit. Genau wie alle anderen großen Rennen, die es in diesem Jahr noch gibt. Camelot ist super nach Hause gekommen und gut drauf. Dad wird sich mit den Besitzern unterhalten und dann sehen wir, wie es weitergeht“.

Unmittelbar nach dem Leger nahmen alle Buchmacher weltweit den Hengst aus dem Wettmarkt für den Prix de l’Arc de Triomphe. Für diesen war er am Leger-Morgen noch mit Kursen zwischen 35:10 und 50:10 Favorit auf den Sieg gewesen.

Am Nachmittag verschwand der dreijährige Montjeu-Sohn dann ganz aus den Märkten. Aufgetaucht ist Camelot seit der O’Brien-Aussage bisher erst wieder bei RaceBets.com, welches den Hengst mit einem Kurs von 100:10 gleichauf mit dem aktuellen Prix Niel-Sieger Saonois (wird für 100.000 Euro nachgenannt) an sechster Stelle im Wettmarkt sieht.

„Auch St Nicholas Abbey und Imperial Monarch sind noch für den Arc unter Order und mögliche Pferde für Paris. Ich glaube, dass die Bodenverhältnisse auch dazu beitragen werden, wer letztendlich von uns im Arc antritt“, so noch einmal O’Brien.

Interessant: Unmittelbar nach dem Leger fragte GaloppOnline.de in der aktuellen Umfrage seine Leser, ob Camelot nun denn im Arc antritt. 47% sind der Meinung, dass er ‚laufen wird‘, 29% denken, dass die Entscheidung erst ganz spät fällt und lediglich 24% schließen den Arc für Camelot schon jetzt komplett aus! (Zum Langzeitmarkt)

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