Wer Meandre im Gro?en Preis von Berlin schl?gt, gewinnt!

Womöglich hat er nicht lange überlegen müssen, als er nach den Streichungsterminen zu Beginn der Woche die möglichen Starterfelder für den Großen Preis von Berlin und für die King George verglich. Andre Fabre, Frankreichs 22facher Championtrainer, gab für seinen Schützling Meandre (Foto) schließlich grünes Licht für einen Auftritt in Berlin-Hoppegarten.

Streng nach Einschätzung der Kandidaten bot sich die Reise ins direkte Nachbarland eher an, als ein Trip über den Ärmelkanal.
So ist der Gast aus dem französischen Topquartier von Andre Fabre ohne Wenn und Aber die ganz große Zugnummer am Sonntag zum Jahreshöhepunkt auf dem Berlin-Hoppegartener Hippodrom (Zum Langzeitmarkt).

Man muss nicht gleich vor dem vierjährigen Hengst der Familie Rothschild auf die Knie gehen, doch sind Erfolge im Grand Prix de Paris und Grand Prix de Saint-Cloud Leistungen, die einem zu einem europäischen Spitzenpferd werden lassen. Genau diese beiden Rennen hat Meandre in seinem Rekord stehen.

Im letzten Jahr ging sein Stern an Frankreichs Nationalfeiertag so richtig auf, als er im Grand Prix de Paris, es war sein erster Auftritt in einem Gruppe-Rennen überhaupt, den O’Brien-Schützling Seville und den amtierenden französischen Derby-Sieger Reliable Man locker hinter sich ließ.

Nach einem zweiten Platz im „Niel“ wurde Meandre für den ‚Arc‘ nachgenannt, kam als Sechster über die Linie. Dass Andre Fabre mit Meandre zum Saisonauftakt nach England reiste, ist ein Schachzug, den das Trainer-Genie gerne vollzieht. Doch diesmal lief es in den Jockey Club Stakes von Newmarket nicht so, Meandre wurde Vierter und musste auch im La Coupe auf Gruppe-III-Ebene als Zweiter No Risk at All vor sich dulden.

Den wahren Hengst sah man dann im Grand Prix de Saint-Cloud, als der Slickly-Sohn gegen die Arc-Zweite Shareta, Vermeille-Siegerin Galikova und Arc-Gewinnerin Danedream die deutlich größten Reserven ausspielte. Das war auch eine rechnerisch ganz famose Leistung des Rothschild-Hengstes, der in Einstellung dieser Form im Großen Peris von Berlin das zu schlagende Pferd sein dürfte.
Mit Earl of Tinsdal und Ovambo Queen fordern zwei Pferde den französischen Gast heraus, die beide ebenfalls aktuelle Siegmeriten zur Hand haben.

Der von Andreas Wöhler trainierte Earl of Tinsdal ging mit dem Gran Premio di Milano auf und davon, gewann nach dem Rheinland-Pokal im Sommer letzten Jahres sein zweites Gruppe-I-Rennen. William Buick saß in Mailand auf dem „Earl“. Da Eduardo Pedroza gesperrt ist, hätte man den englischen shooting-star unter den Reitern auch für Berlin gerne verpflichtet, doch muss er am Sonntag in den Irish Oaks reiten.

So wird erstmals Andrasch Starke im Sattel des Hengstes sitzen, den sein Betreuer als vom Geläuf wie auch vom Rennverlauf unabhängiges Pferd bezeichnet. Das erste Mal auf Gruppe-I-Ebene versucht sich die von Dr. Andres Bolte trainierte Ovambo Queen, die im IDEE Hansa-Preis auf der Derby-Bahn nach einer grandiosen Kampfpartie den Derby-Sieger von 2011, Waldpark, in die Knie zwang. Bereits im Preis der Badischen Unternehmer lief die Kalatos-Tochter hinter Danedream ein bärenstarkes Rennen.

Mit Silvaner rückt ein Kandidat in die Boxen, der mehrfach bewiesen hat, dass er auch in solcher Gegnerschaft weit nach vorne laufen kann. Für den speedstarken Burschen wäre ein schnell gelaufenes Rennen natürlich von Vorteil. Diese Voraussetzung fand er zuletzt im Hansa-Preis nicht vor. Dort platzierte sich Baschar vor ihm, der Mintchev-Schützling zeigte als Vierter seine bislang beste Leistung, weitere Steigerung ist nun aber angesagt.

Sir Lando und somit der Gast aus Norwegen, wartete schon oft in ähnlichen Prüfungen mit grundsoliden Leistungen auf. Dass er aktuell absolut in Topform agiert, hat er bei seinen Gruppe-Erfolgen in Täby und Ovrevoll bewiesen. Unterschätzen darf man den treuen Burschen keineswegs. Doch das Fazit gilt: Wer Meandre schlägt, gewinnt den Großen Preis von Berlin (Zum Langzeitmarkt).

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