Derby: Was ist dran an der Aidan O?Brien-Nachnennung?

Die EM spielt in die Karten von Dr. Christoph Berglar. Denn durch den früheren Derby-Termin 2012 ist eine hochkarätige Nachnennung aus dem Ausland dieses Jahr unwahrscheinlicher als sonst. Das Irische Derby wird einen Tag vor unserem Derby gelaufen und auch Royal Ascot läuft gerade.

Dort probte im letzten Jahr Brown Panther für Horn. Und dort kam auch Derbysieger Buzzword im Jahr 2010 her. Ob Royal Ascot allerdings in diesem Jahr einen Derbystarter produziert, ist unwahrscheinlich. Zu nah liegen die Termine aneinander.

Das von Brown Panther im letzten Jahr in Royal Ascot gewonnen Rennen, die King George V Stakes, gingen am Donnerstagnachmittag in gutem Stil an Fennell Bay.

Dieser wird von Mark Johnston trainiert, gehört Sheihk Mohammeds Sohn Hamdan und stammt von Dubawi. All das traf einst auf Monterosso zu. Dieser gewann auch in Ascot und wurde für Hamburg nachgenannt. Allerdings war damals die Pause deutlich länger.

RaceBets.com eröffnete am Freitag einen speziellen Wettmarkt auf einen Derby-Sieg eines vermeintlich nachgenannten Pferdes. Dort taucht der Name Fennell Bay (Foto) immerhin auf. RaceBets.com offeriert auf den dreijährigen Hengst 80:10.

Der offizielle Wettanbieter des deutschen Rennsports zahlt alle Wetten auf diesen Markt zurück, sollten die gewetteten Pferde in der kommenden Woche nicht nachgenannt werden.

RaceBets.com hat die Pferde also so gepreist als würden sie antreten und Deutschlands Superstar Novellist tatsächlich herausfordern. Tun sie es nicht, bekommt man sein Geld zurück.

Am kürzesten in diesem Markt steht natürlich Aidan O’Briens Imperial Monarch. 32:10 werden auf den Galileo-Sohn offeriert, sollte er wirklich in Hamburg antreten. Der Kurs spiegelt aber kaum die Qualität von Imperial Monarch wieder, am Hamburg-Toto würde er mit Sicherheit 10 Punkte kürzer stehen.

Zwar wird aus vielen Ecken kolportiert, dass der O’Brien-Star sicher nach Deutschland kommen soll, doch ist in Irland hierzu noch keine Entscheidung gefallen wie gut unterrichte Quellen berichten.

Eine sichere Nachnennung wird es aber wohl aus München geben. Wie berichtet (siehe gesonderter Text) wird Baltic Rock wohl mit einer Nachnennung für das Derby ausgestattet werden. Mit 120:10 notiert der Rock of Gibraltar-Sohn bei RaceBets.com.

Dieses führt auch noch den gestrigen Royal Ascot-Sieger Energizer mit auf. Auf weicher Bahn unterstrich der Monsun-Sohn in Ascot, dass die 2400 Meter in Hamburg wohl keinerlei Problem für ihn darstellen würden.

Aktuell soll eine Nachnennung kein Thema für den Hengst sein, aber die Tatsache, dass es bis auf Novellist nach einem aktuell leichten Derby aussieht, könnte Georg Baron von Ullmann noch einmal zum Nachdenken bringen.

Gleiches könnte für die Lager von All Shamar und Monami gelten. Bei All Shamar liegt, wie bei Energizer, der Fokus aktuell aber wohl eher auf dem Dallmayr-Preis in Riem. Zudem sollen an dem Stehvermögen des Shamardal-Sohnes im Hickst-Stall weiter Zweifel bestehen. Qualitativ gehört das Pferd aber sicher in das Rennen der Rennen.

Im Lager von Monami soll man länger mit einer Nachnennung geliebäugelt haben, sich dann von diesem Gedanken aber wieder verabschiedet haben. RaceBets.com würde im Falle eines Starts von Deutschlands aktuell bester dreijähriger Stute 150:10 auf einen Derbysieg anbieten.

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