Super: Gruppe Eins-Zwei f?r Ex-Deutsche Down Under

Der eine feierte seinen größten Erfolg über 2.400 Meter im Gruppe II Hansa-Preis und zeigte seine beste Gruppe I-Form als Melbourne Cup-Dritter über 3.200 Meter. Der andere hat über 2.200 Meter ein Gruppe III-Rennen gewonnen und war zuletzt zur Wunderstute Black Caviar Gruppe I-Vierter über 1.400 Meter.

Und am Samstagmorgen wurden die Ex-Deutschen Lucas Cranach und Illo von ihren neuen australischen Betreuern in Caulfield über 1.800 Meter auf Gruppe II-Niveau angespannt.

Auch kein Problem, wie um kurz nach sieben feststand: Lucas Cranach konnte Illo und die anderen noch leicht überspurten und siegte in den Peter Young Stakes mit einer Länge Vorsprung.

Sein Trainer Anthony Freedman äußerte sich nach dem Rennen begeistert über die Aktion des fünfjährigen Mamool-Sohnes, der hierzulande von Sascha Smrczek über einen 458:10 Maidensieg bis zum Spitzenpferd geformt worden war.

„Siege in Deutschland sind nicht leicht zu beurteilen, aber das Pferd liefert in der Arbeit hervorragende Zwischenzeiten, und damit kann man überall auf der Welt antreten“, so Freedman weiter.

Und er gab auch gleich das nächste Ziel aus: Am 10. März soll es auf dem benachbarten Flemington-Kurs in Melbourne im Gruppe I-Australia Cup zum nächsten Clash zwischen Lucas Cranach (51:10 auf Sieg und 19:10 auf Platz) und dem französischen Melbourne Cup-Sieger 2010 Americain kommen, der bei der letzten Austragung des australischen Monsterrennens Anfang November einen Hals hinter Lucas Cranach Vierter geworden war.

Illo (zahlte 29:10 auf Platz) lief unter dem in Deutschland gut bekannten Godolphin-Jockey Kerrin Mcevoy als Zweiter natürlich auch hervorragend und könnte nun ebenfalls den Australia Cup ansteuern. Er blieb einen Hals vor dem Frankreich stämmigen Manighar auf Rang drei, der nach Platz fünf im Cup mit einem zweiten Gruppe I-Platz zu Americain und einem aktuellen Gruppe III-Sieg im Gepäck angetreten war.

Vor diesen Leistungen war er in einer Gruppe I-Prüfung Vierter zu Southern Speed geworden, die zuletzt vor Illo nur Black Caviar unterlegen gewesen war. Ob dieser Form war die Stute favorisiert worden, hatte als Fünfte hinter Glass Harmonium (auch Gruppe I-Sieger) aber schon fast dreieinhalb Längen Rückstand auf den Sieger.

Was für eine Leistung also von den beiden Ex-Deutschen, die Down Under durchaus einen (schon ausgebrochenen?) Deutsche-Pferde-Hype befeuern könnten, auch wenn Budai nicht wie erhofft eingeschlagen ist und Sanagas aktuell beim ersten US-Start für australische Interessen versagte.

Gespannt sein darf man also auf die vielleicht schon bald anstehenden Australien-Debuts der auch dorthin gewechselten Ex-Schlenderhaner Ibicenco und Mawingo, wie Illo ein Sohn von Tertullian.

Das große Ziel für den Mamool-Sohn Lucas Cranach ist natürlich wieder der Melbourne Cup. Für diesen kürzte RaceBets.com am Samstagmorgen nach dem Erfolg von Lucas Cranach den Kurs um 40 Punkte.

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