Premio Roma: Vier Deutsche wollen Gruppe I-Treffer

Das wird aus deutscher Sicht am Sonntag noch einmal ein ganz interessantes Gruppe I-Finale für die älteren Pferde, wenn im mit 297.000 Euro dotierten Premio Roma auf der Capannelle-Bahn in Rom nicht weniger als vier Deutsche an den Start kommen: die beiden Vierjährigen Zazou und Russian Tango, sowie die ein Jahr jüngeren Mawingo und Lindenthaler.

Erstgenannter hatte sich bereits im vergangenen Jahr in diesem Rennen über 2000 Meter versucht, doch war der Shamardal-Sohn aus dem Besitz von Werner Heinz damals nicht ganz glücklich, landete auf dem vierten Platz in der von Godolphins Rio de la Plata gewonnenen Prüfung.

Damals wurde er noch von Mario Hofer trainiert, inzwischen ist Waldemar Hickst in Köln für den Vierjährigen verantwortlich. Nach seinem Sieg beim Comeback im Preis der Sparkassen Finanzgruppe in Baden-Baden konnte Zazou (Alexander Pietsch) im Preis der Deutschen Einheit nicht an die Form aus Iffezheim anknüpfen. Zum Langzeitmarkt

Steigerung ist also gefragt, zumal mit Andreas Wöhlers Russian Tango (Eduardo Pedroza) ein Pferd mit von der Partie ist, das in Berlin vor ihm war. Dort verteidigte der Tertullian-Sohn seinen Titel in der Gruppe III-Prüfung, die über die gleiche Distanz wie der Premio Roma, und damit wohl über die beste Strecke für den Darboven-Hengst, führt.

Für Russian Tango ist es der erste Auslandsstart überhaupt, während der Ebbesloher Lindenthaler bereits zweimal über die Grenze reiste. In beiden Fällen – es ging damals nach Longchamp – kehrte er aber als Letzter in den heimischen Asterblüte-Stall von Trainer Peter Schiergen zurück.

Als Jockey für den Azamour-Sohn wurde Cristian Demuro verpflichtet, der Hengst war aber in Hoppegarten als Dritter auch bereits hinter Russian Tango und steht am Sonntag noch ein Kilo ungünstiger als im Preis der Deutschen Einheit.

Mawingo (Adrie de Vries), der im Bavarian Classic zum Gruppesieger avancierte, wurde seit seinem vierten Platz im Deutschen Derby nicht mehr auf der Bahn gesehen.In Hamburg hatte er wie alle seine Stallgefährten kein gutes Rennen, machte in der Endphase aber noch enorm viel Boden gut.

Anschließend brauchte er etwas, um das Rennen zu verdauen, wenn sein Team ihn nun noch einmal aufbietet, dann kann man davon ausgehen, dass er fit genug ist, zumal man sich sicher auch noch Hoffnungen auf eine Einladung nach Hong Kong macht, was übrigens auch für Russian Tango gilt.

Zwei deutsche Pferde versuchen sich auf Gruppe II-Niveau im Premio Ribot. In der Meilen-Prüfung, die mit 154.000 Euro dotiert ist, wird es wohl den Rennbahnabschied der Areion-Tochter Vanjura geben, denn in Hong Kong wird sie wahrscheinlich nicht laufen und der Wechsel ins Gestüt dürfte dann bald anstehen.

Wie immer wird Alexander Pietsch die Klasse-Lady reiten, die zuletzt in Mailand im Premio Vittorio di Capua als Dritte nur hinter erstklassigen Meilern wie Dick Turpin und Cityscape war. Zum Langzeitmarkt

Zweiter deutscher Starter ist der von Andreas Wöhler vorbereitete Indomito (Eduardo Pedroza), der seinen siebten Platz aus der Europa-Meile in München natürlich deutlich überbieten muss, um Chancen auf einen vorderen Rang zu haben.

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