Wenn ein Rennpferd zwei- bis siebenjährig die Härte und Ausdauer hat, Stakes-Rennen zu gewinnen, in 31 Starts 12mal zu gewinnen und 15mal in der Platzierung zu landen, dann muss dies schon ein ganz besonderes Kaliber sein. Soldier Hollow (Foto) ist nicht nur deshalb ein beachtenswerter Hengst, weil er nicht weniger als zehn Gruppe-Rennen gewann.
Davon vier auf allerhöchstem Niveau, nämlich u.a. zweimal den Großen Dallmayr Preis in München und den Premio Roma. Der von einem Sire of Sires stammende In the Wings-Sohn steht außerdem für Frühreife und einen tollen Charakter, welches er offensichtlich auch an seine Nachkommen weitergibt.
Spricht man mit seinem Eigner Helmut von Finck wird schnell klar, dass der Hengst immer eine besondere Herzensangelegenheit war und ist. ‚Der erste Jahrgang von ihm ist ganz klar von besonderem Interesse und und wird genau unter die Lupe genommen. Deshalb freue ich mich, dass man mit Fug und Recht sagen kann, dass er toll eingeschlagen hat. Er gibt das alles mit, wofür er selbst während seiner wunderbaren Rennlaufbahn gestanden hat.‘
Dass der 11-Jährige nunmehr nach vier Jahren des Wirkens auf Röttgen seinen Standort wechselte, am Donnerstag seine neue Box im Gestüt Auenquelle bezogen hat, mag nicht wenige Insider überraschen, doch will der passionierte Eigner mit dem Standortwechsel noch einmal etwas Neues versuchen und dies mit einem offensichtlich starken Partner.
‚Ob es gut oder schlecht ist wird man sehen. Doch ich bin überzeugt, dass wir ihm mit der neuen Klientel damit noch einmal neue Chancen geben werden. Ich selbst werde zehn meiner vierzehn Stuten zu ihm schicken, was eigentlich alles ausdrückt, wie ich dem Hengst vertraue. Soldier Hollow hat es einfach verdient, ihn maximal zu unterstützen. In Röttgen ist man natürlich etwas traurig, aber auch hier hat man signalisiert, dass man ihn weiter unterstützen werde, was mich sehr freut.‘
Auch Auenquelle-Boss Karl-Dieter Ellerbracke sieht der Konstellation mit dem bewährtem Areion und dem 2000 Meter-Pferd Soldier Hollow sehr zuversichtlich entgegen: ‚Wir freuen uns natürlich auf den Hengst, zumal er mit seinem ersten Jahrgang ganz hervorragend eingeschlagen hat und wir in ihm eine willkommene wie ideale Ergänzung zu Areion sehen.
Und da unser Champion Big Shuffle mehr als 1000 Stuten gezeugt hat, hoffen wir natürlich auch, dass ein Teil der Kundschaft zurückkehren und Soldier Hollow das Vertrauen aussprechen wird, das er verdient. Der Hengst wird in der kommenden Decksaison 6.000 Euro bei Trächtigkeit, special live Foal, kosten‘, ergänzt Ellerbracke auf Nachfrage weiter.
Ob mit respektablen Auktionsergebnissen seiner Nachkommen oder auch die deren Leistungen als Zweijährige, der Hengst bleibt aktuell in vieler Munde: Als Herausgucker für den jüngsten Jahrgang sind in diesem Zusammenhang zu nennen: Old Pal (Werner Hefter), Sieger im Dortmunder Auktionsrennen, Lady of Budysin (Andreas Löwe), Siegerin im Frankfurter Auktionsrennen oder auch die Winterkönigin-Zweite Dessau (Waldemar Hickst)für das Gestüt Röttgen.
Alleine drei Nachkommen des Hengstes werden voraussichtlich am Sonntag im Krefelder Stadtwald im Herzog von Ratibor-Rennen in die Boxen einrücken. Im einzelnen sind dies: Dabbitse (Christian Zschache/Andrasch Starke), Laeyos (Markus Klug/Thierry Thulliez) und Pastorius (Mario Hofer/Terry Hellier).










