Der Kölner Herbst-Stutenpreis, die zweite Gruppe-Prüfung am Sonntag im Weidenpescher-Park ist im Grunde so offen wie ein Scheunentor. Auch die Tatsache, dass mit Albaraka eine Stute aus dem englischen Top-Quartier von Sir Mark Prescott nach Köln geschickt wird, macht die Sache nicht leichter (Zum Langzeitmarkt).
Die Tochter der Alborada, die immerhin die zur Gruppe I zählenden Champion Stakes gewann, war zuletzt Dritte in einem Listen-Rennen in Hamilton, vom Sieger aber sehr weit entfernt. Stalljockey Seb Sanders sitzt im Sattel der Stute von Kirsten Rausing, Chairman der englischen Züchtervereinigung.
Streng nach Form muss man Ovambo Queen an erster Stelle nennen. Immerhin ist die Kalatos-Tochter frische Gruppe-Siegerin. Andreas Suborics sitzt im Sattel der Stute von Dr. Andreas Bolte.
Peter Schiergen schickt gleich vier Stuten in die Gruppe-III-Prüfung, Andrasch Starke sitzt auf Lagalp (Foto), die bei ihrem Hamburger Listensieg mehrere der heutigen Konkurrentinnen hinter sich ließ. Auf Gruppe-Ebene lief es anschließend nicht so berauschend. Im Gegensatz zu Nicea, die in Baden-Baden mächtig Tritt fasste und in der Gruppe-III-Prüfung lediglich February Sun und Djumama vor sich dulden musste. Filip Minarik ist wie in Iffezheim ihr Partner. Schaut man sich Aigrette Garzettes Form aus dem Henkel Preis der Diana an, dann wäre sie erste Wahl.
Lediglich Englands Top-Stute Dancing Rain und Deutschlands Spitzenstute Djumama konnten es in der Gruppe-I-Prüfung besser. In diesem Klassiker lief Kapitale als Sechste kein schlechtes Rennen.
Kein uninteressantes Pferd ist auch Temida, die in den German 1000 Guineas auf einen überraschenden dritten Platz vorstieß. In Italien scheiterte sie zuletzt nur an Irini und somit einer Gruppe-Siegerin. Aber auch Amare, Guiana, Mombasa oder Nautika Danon dürften als chancenreiche Außenseiterinnen durchaus für eine Überraschung auf den ersten Plätzen gut genug sein.










