Schaut man sich die Siegerliste der vergangenen 20 Jahre im zur Gruppe III zählenden Zukunfts-Rennen (55.000 Euro, 1400 Meter) an, gewannen eigentlich immer Pferde, die am Toto stark beachtet wurden. Im Grunde auch im letzten Jahr, als Nice Danon siegte, der das Rennen allerdings später am Grünen Tisch an Salona aberkannt bekam.
Das Rennen erhält anders als 2010, als es eine rein deutsche Auseinandersetzung gab, aktuell mal wieder eine internationale Note durch den Engländer Percy Jackson aus dem Stall von Denis Coakley. Dabei erneuern vier Pferde aus dem Kölner Oppenheim-Rennen ihr Duell (Zum Langzeitmarkt).
Wenn ein Trainer wie Andreas Löwe seinen Zweijährigen Amaron als Debütant in das Kölner Listenrennen schickt, handelt es sich keinesfalls um Überschätzung eines Pferdes, wie nicht wenige dachten. Diese wurde allerdings eines Besseren belehrt, denn der Shamardal-Sohn des Stalles Winterhauch, eine Tattersalls-December-Yearlings-Akquisition aus Newmarket für 105.000 Guineas, befreite sich von der Gegnerschaft in leichter Manier.
Ihm gehört die Zukunft, zumal er auch eine Nennung für das Gran Criterium später im Jahr erhalten hat. „Er ist der beste Zweijährige, den ich in den letzten 30 Jahren trainiert habe“, zeigte sich der Trainer anschließend überzeugt und gab gleich mit dem Zukunftsrennen die nächste Stufe auf der Karriereleiter des Youngsters aus. Zu den Gegnern zählen mit Pakal und Sun of Jamaica zwei Pferde aus dem Besitz von WH International, die Stadtwaldtrainer Mario Hofer ins Rennen schicken wird.
Vor allen Dingen Erstgenannter kann mit jeder Menge Rennerfahrung aufwarten, ein Pfund, das in der Endabrechnung nicht unerheblich sein könnte. Und zwei Siege und ebensoviele Ehrenränge bei vier Auftritten lassen den Lord of England-Sohn aus der Zucht des Gestüt Etzean, der zuletzt im Kölner Auktionsrennen nur an World’s Flash scheiterte, sicher mit in den Fokus rücken.
Gespannt sein darf man auch auf den Engländer Percy Jackson, Zweiter zu Amaron im Oppenheim-Rennen und seitdem nicht mehr an der Öffentlichkeit, dessen Trainer Denis Coakley in der Nähe von Newbury trainiert. Auf dem aufgeweichten Kölner Geläuf hatte sein Umfeld mit dem Gedanken gespielt, den Sir Percy-Sohn noch kurzfristig abzumelden, denn der Zweijährige soll auf gutem Boden noch wesentlich besser sein. Richtig gut in Schuß sind die Zweijährigen aus dem Asterblüte-Quartier von Peter Schiergen.
Spirit Danon, erstmalig für seinen neuen Besitzer Gudio Schmitt am Start, lief in Hoppegarten bei seinem Lebenseinstand gegen starke Gegner, der Vierte Tai Chi gewann gerade in Frankreich in souveräner Manier, gleich in die Platzierung. Und auch Amarillo ließ als blendend gezogener Nizza-Vertreter im Oppenheim-Rennen als Dritter sein Können aufblitzen, sollte schließlich mit weiterer Steigerung und dem Stalljockey im Sattel Akzente setzen können.
Nicht zu vergessen gilt es die bei ihem Debüt im Krefelder Stadtwald so imponierende Fashion, denn ihr Trainer Andreas Wöhler ist in solchen Rennen immer gefährlich und wird die Anabaa-Tochter sicher nicht umsonst in dieser Prüfung antreten lassen. Vielleicht kann sie für das Pech von Nice Danon aus dem Vorjahr entschädigen. Vielleicht hat aber auch die in Bad Doberan aus dem Nichts noch sehr schnell werdende und gleich bei ihrem Debüt imponierende Caitania (Trainer Hans-Walter Hiller) eine der Hauptrollen inne, wenn die Karten im 141. Zukunfts-Rennen neu gemischt werden.









