Das Highlight des Ostsee-Meetings ist in jedem Jahr der Lübzer Pils Ostseepreis. Immer am Samstag wird der Top-Ausgleich entschieden und dieses Jahr werden sich auf der 1750-Meter-Strecke neun Galopper messen, um die 15.000 Euro Preisgeld unter sich aufzuteilen. Mit tollen Referenzen kommen Owentuo (Foto) und Primera Vista an den Ablauf (Zum Langzeitmarkt).
Ersterer hat genau dieses Rennen schon gewonnen, auch wenn es schon einige Jahre her ist. 2007 kam der Areion-Sohn aus dem Quartier von Stefan Wegner an der Ostsee zum Treffer im Hauptereignis, und auch in dieser Saison hat der achtjährige Hengst bereits einen Ausgleich I gewonnen.
In Düsseldorf ließ Owentuo keinem Gegner eine Chance da sollte er auch am Samstag wieder gute Karten besitzen, obwohl er mit 60 Kilo im Sattel anzutreten hat. Nicht zu vergessen ist, dass Owentuo genau vor zwölf Monaten auf dem Ehrenplatz über die Ziellinie kam, der Ritt von Andreas Helfenbein scheint beste Aussichten zu haben.
Primera Vista aus dem Stadtwald-Quartier von Mario Hofer kennt im Grunde genommen nur gute Formen und hat in dieser Saison im besten Ausgleich schon mehrfach bewiesen, dass er auch in dieser Klasse gewinnen kann. Beim letzten Start gewann er in einem Verkaufsrennen in Paris-Longchamp und sollte daher auch in Bad Doberan stark zu beachten sein. Andreas Suborics reitet den fünfjährigen Haafhd-Sohn.
Die beiden niedrigsten Gewichte haben ebenfalls gute Aussichten. Der dreijährige Paolini-Hengst Kahoon vertritt den Stall von Andreas Wöhler, der in den letzten Jahren genau in dieser Prüfung immer wieder den Sieger stellte. In den letzten elf Jahren waren es drei Galopper aus Ravensberg, die dieses Rennen gewannen. In bester Erinnerung dürfte den Bad Doberaner Besuchern noch der letztjährige Treffer von Löwenherz im Ostsee-Preis sein.
51,5 Kilo muss Kahoon in dieser Prüfung schultern, steht damit bestens in der Partie. Wie auch Barzini, der den Stall von Uwe Ostmann im Doberan-Highlight vertritt. Der Lando-Sohn ist in dieser Saison noch nicht außerhalb der Platzierung im Ziel eingekommen, zeichnete sich bereits als Sieger im zweithöchsten Ausgleich aus.
Er tritt nun erstmals im Top-Handicap an, könnte über weitere Reserven verfügen und muss wie Kohoon wenig Gewicht tragen. Filip Minarik, seit Jahren einer der führenden Jockeys beim Ostsee-Meeting, sitzt im Sattel von Barzini.
Hardy Hötgers Westfalensturm hielt sich von der Spitze aus in Hamburg bis ganz zuletzt sehr stark, im Ausgleich I kann er an einem guten Tag auch einmal hinkommen, allerdings muss Piotr Krowicki mit dem Artan-Nachkommen dafür schon ein glänzendes Rennen erwischen.
Der zweite Höhepunkt ist die Goldene Peitsche von Bad Doberan für die Zweijährigen, in der viele Pferde aus Top-Quartieren aufgeboten werden.
Die Wettchance ist das fünfte Rennen, das dreijährige Stuten anspricht. Insgesamt werden am Samstag zehn Rennen in Bad Doberan abgehalten, der Großkampftag an der Ostsee wird hoffentlich auch von den Zuschauern in einem nicht ganz den Erwartungen entsprechenden Sommer angenommen.









