M?nchen: Zwei Dreij?hrige laufen gegen neun ?ltere

Der Große Bavaria Preis ist am Sonntag in München-Riem das sportlich wertvollste der neun offerierten Rennen. In diesem Listenrennen über 2000 Meter sind die dreijährigen und älteren Pferde angesprochen und erneut stellt der passionierte Wetter sich die Frage, ob der Derbyjahrgang gegen die arrivierten Kräfte bestehen kann.

Das Gestüt Schlenderhan ist mit dem erst zwei Mal gelaufenen dreijährigen Hengst Sinnerman am Start. Elf Pfund weniger hat der Tiger Hill gegenüber dem Höchstgewicht Irini zu tragen und steht damit wohl schon recht verlockend in der Partie.

Filip Minarik führt den Ritt auf dem Schützling aus dem Quartier von Jens Hirschberger aus. Der Bergheimer Coach ist für sein tolles Management bekannt und daher sollte der erst wenig gelaufene Sinnerman bestimmt in den Überlegungen eine übergeordnete Rolle spielen. Zum Langzeitmarkt

Ebenfalls ein Dreijähriger mit reichlich Fantasie ist Sindaco. Der Greis-Schützling galt länger als ein Derby-Kandidat, doch nach zwei schwächeren Vorstellungen wurde dieser Plan ad acta gelegt.

Nun greift Sindaco mit dem englischen Jockey Robert Winston in München ins Geschehen ein. Und Trainer Waldemar Hickst macht weiter keinen Hehl daraus, dass Sindaco zu den besseren Dreijährigen in seinem Quartier zählt. Diese beiden hoch interessanten Dreijährigen haben es mit neun älteren Semestern zu tun.

Nach einem Sieg zum Saisonbeginn in Berlin-Hoppegarten war es für den Park Wiedinger Wheredreamsare im Großen Preis der Badischen Unternehmer in Baden-Baden noch zu knifflig. Wolfgang Figge bietet den vierjährigen Monsun-Hengst nun auf der Heimatbahn auf und sollte in dem mit 20.000 Euro dotierten Listenrennen sicher einige Chancen besitzen. Denn als relativ wenig gelaufener Kandidat kann sich Wheredreamsare durchaus weiter steigern und als Lokalmatador zum Listensieger avancieren.

Im letzten Oktober in Mailand gar zur Gruppesiegerin schaffte es Jürgen Imms Irini. Nach vier Siegen während ihrer Vierjährigen-Kampagne ist es im Jahr 2011 um die Areion-Tochter noch nicht ganz so gut bestellt. Zwei Mal reichte es nicht für einen Rang in der Platzierung, Hans-Jürgen Gröschel bietet Irini nun in der Listenklasse gegen durchaus starke Kaliber auf.

Vor allem ist da auch an den Ittlinger Lyssio zu denken. Peter Schiergen ist der Trainer des Motivator-Sohnes, der zuletzt in Dresden auf diesem Parkett als dritter überzeugte. Er gehört ebenso in alle Überlegungen wie Toughness Danon, der beim Saisondebüt nicht weit hinter Lyssio landete.

Mirec Rulecs Eternal Power traf zuletzt in Frankfurt in einem Altersgewichtsrenne auf bärenstarke Konkurrenz und lief als Vierter gar nicht übel. Er hielt bis zum Schluss Kontakt zur Spitze. Auf Listenlevel sieht es nicht unbedingt viel stärker aus als in der Main-Metropole. Ein Platzgeld ist für ihn sicher im Bereich des Möglichen.

Das große Fragezeichen ist Henri-Alex Pantalls Last Song. Bei drei Starts in diesem Jahr in ihrer französischen Heimat hat die Lady aus dem Besitz von Scheich Mohammed noch nicht die ganz großen Bäume ausgerissen, jedoch auf weicher Bahn siegte sie im letzten November in Toulouse in toller Manier. Sie hat vom Handicapper eine recht hohe Einschätzung in Frankreich bekommen, ist daher nicht leicht zu platzieren.

Doch die Hamburger Derbywoche hat gezeigt, dass Pantall wenig Fehler macht, wenn er seine Pferde in Richtung Deutschland schickt. In der Hansestadt gewann der Stall noch ein Grupperennen, ebenfalls mit einer Stute. Werner Hefters Tingly war jetzt zwei Mal im Ausgleich I engagiert und hielt sich passabel.

Hier müsste jedoch etwas mehr verlangt werden, von der Form seines Derbysieges in Österreich 2010 ist er derzeit noch etwas entfernt. Der zweite Gast, Innovator, ist schon einer der größten Außenseiter.

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