Wie schon vor zwölf Monaten, als der Hamburger Stutenpreis – erneut gesponsert von der Mercedes Benz Niederlassung Hamburg – an die Engländerin Miss Starlight ging, so gab es auch in der 2011-Auflage für die deutschen Ladies nichts zu gewinnen. Etwas überraschend ging der Sieg durch Karsabruni in das französische Toulouse-Quartier von Henri-Alex Pantall.
Der Trainer aus Toulouse ist hierzulande eine längst bekannte Größe, im letzten Jahr sorgte Amico Fritz für Furore in Deutschland. Er steht in deutschem Besitz, wie auch Karsabruni, die Horst Rapp gehört und für die er auch als Züchter zeichnet. Interessant ist sicher auch, dass die Hamburger Gruppe-Siegerin von Speedmaster stammt, der bereits in den Rapp-Farben zum Gruppe-Sieger aufgestiegen war.
Das bewährte Rezept im Einlauf an der Außenseite zu kommen, war auch für Karsabruni der Schlüssel zum Sieg. Fabrice Veron setzte die Speedmaster-Tochter außen in Szene (Fotofinish von Hamburg)und war auch gegen den noch weiter außen vorgetragenen, sehr guten Schlussakkord von Labrice gewappnet. Video ansehen
Am Pfosten blieb der Gast aus Frankreich mit einem Halsvorteil gegen Ittlingens Labrice voraus, Rang drei verteidigte bereits respektable sechs Längen zurück, die Weissenhoferin Alkhana, die somit deutlich weiterkam, als ihre favorisierte Trainingsgefährtin Aigrette Garzette.
Die nun zur Gruppe-III-Siegerin aufgestiegene Karsabruni hatte in Frankreich zuletzt in einem Handicap unter hoher Marke als Zweite die Linie passiert, normalerweise durfte diese Leistung nicht zu einem Gruppe-Sieg reichen. Doch ganz offensichtlich scheint die Speedmaster-Tochter nicht gering gesteigert.
Ihr Steuermann Fabrice Veron meinte nach dem Rennen: ‚Im letzten Bogen ließ sich Karsabruni bereits anfassen, aber dann kam sie ins Rollen und marschierte immer weiter.‘ Auch in der Niederlage war man mit der Vorstellung von Labrice sehr zufrieden. Ihr Betreuer Torsten Mundry: ‚Ich dachte, sie könnte über die Siegerin hinwegziehen. Aber auch so bin ich sehr zufrieden.‘
Was auch Ittlingen-Boss Manfred Ostermann so sah: ‚Labrice hat sich toll verkauft. Sie besitzt sehr viel Talent, da ist sicher noch einiges zu erwarten.‘ Die Siegerin Karsabruni zahlte auf Sieg 65:10.











