Mit einem Sieg von Andreas Löwe, ohnehin ein Spezialist für das Rennen, hatte man in den 1.000 Guineas in Düsseldorf gerechnet. Doch der Kölner Trainer gewann den Stutenklassiker auf dem Grafenberg nicht mit der bis dato noch ungeschlagenen 17:10-Favoritin Djumama, sondern mit der im Besitz des Stalles Lintec stehenden Lips Poison.
In einem spannenden Finish kam die Mamool-Tochter, die am Toto 102:10 stand, unter dem Franzosen Davy Bonilla sicher mit eineinviertel Länge Vorsprung gegen die Ebbesloherin Wolkenburg über die Linie, hinter der die Riesenaußenseiterin Temida nur einen Hals zurück Dritte wurde.
Hinter Aigrette Garzette kam Djumama nur als Fünfte über die Linie. Die Stute, die unterwegs immer außen galoppierte, kam eigentlich nie für den Sieg in Frage, ließ im Finish die richtige Durchschlagskraft vermissen.
‚Gestern hätte ich noch gesagt, dass beide gleich gut sind. Aber als ich heute im Führring war, da hat mir Lips Poison schon besser gefallen. Djumama hatte die Haare hochgestellt und gefiel mir nicht so wie sonst‘, erklärte Andreas Löwe nach dem Rennen.
Mit Djumama will man nun auf den Preis der Diana zielen, während man mit Lips Poison auf der Meile bleiben möchte, aber noch keine festen Ziele hat.
‚Es könnte sein, dass ihr bei dieser Kursführung auch die Distanz etwas zu kurz war‘, erklärte Djumamas Jockey Andreas Helfenbein nach dem Rennen.
Wolkenburg lief als Zweite aus dem Vordertreffen stark, bewies, dass sie zu den besten dreijährigen Stuten auf dieser Distanz in Deutschland zählt.










