An dem „After Work Renntag“ am Freitag in Krefeld kommt mit dem Picnic Revival After Work Race ein Rennen der Kategorie F zur Austragung, das grundsätzlich unter der Rubrik „Basissport“ gebucht werden könnte. Allerdings stellt sich in dieser Prüfung mit First Stream (Foto in alten Farben) erstmals ein Pferd wieder in Deutschland vor, das wenige Jahre zuvor noch zur Steher-Elite des Landes gehört hat.
Gezogen vom Gestüt Ittlingen kam der Lomitas-Sohn in den Jahren 2006 bis 2008 unter der Ägide von Mario Hofer für seine Zuchtstätte 13 Mal an den Start, absolvierte allein zehn davon in Gruppe-Rennen. Die beste Platzierung von First Stream erzielte er 2007 im Rheinland Pokal (Gr. I) als Zweiter hinter Saddex. Auch anschließend mischte der Lomitas-Sohn in Deutschland regelmäßig auf diesem Niveau mit.
Derart konstante Leistungen auf höchstem Niveau weckte die Begehrlichkeit im englischen Hindernislager. Auf der Tattersalls Autumn Horses and Training Sales 2008 wechselte der Ittlinger für 150.000 Guineas den Besitzer und kam zu Howard Johnson ins Training. Dort hatte man mit First Stream einiges vor. Nach gutem Beginn in kleinen Aufgaben lief anschließend nicht mehr viel zusammen.
Christian von der Recke entdeckte First Stream im Mai in Angebot von Doncaster, ersteigerte den Lomitas-Sohn für 8000 Guineas für den Stall Saarbrücken, für den der inzwischen Siebenjährige erstmals in Krefeld an den Ablauf kommt.
Der letzte Start von First Stream in einem Flachrennen datiert vom August 2008, in dem er als Vierter im Rheinland Pokal (Gr. I) über die Linie ging. Es wird also interessant sein, wie sich der „Rückkehrer“ in seiner alten Heimat schlagen wird, zumal sich mit Gaudium Magnum aus dem Stall von Michael Trybuhl gleich ein Formpferd mit ordentlicher Klasse als Messlatte in den Weg stellt, die auch für Itao gilt.
Der späte Debütant ist ein Bruder von It‘s Gino, Galopper des Jahres 2008. Im Ausgleich III über 1300 Meter sollte sich der Favorit aus einem niederländischem Aufgebot ergeben.
Hier trifft der frische Baden-Badener Sieger Mack Summerland (M. Suerland) aus dem Quartier von John Smith auf den von Jan Pubben vorbereiteten Oquawka (J. Bojko), der besonders bei seinem vorletzten Start als Dritter in einer formstarken Gesellschaft gefallen konnte. Auch Tiger Lilly aus dem Quartier von Manfred Weber sollte nicht unterschätzt werden, die mit einem zweiten Platz aus einem Ausgleich III aus Hassloch anreist.
Der Ausgleich III über 2050 Meter wird als Wettchance des Tages ausgetragen. Im Preis der Melia Int. Hotels gefällt der in Krefeld vorbereitete Irish Silk, der jedoch auf weitere Formpferde trifft. Dies ist zum einen Prinz, der unter seinem ständigen Reiter Dennis Schiergen antritt und nach zwei zweiten Plätzen eigentlich fällig sein sollte, aber auch Werner Hefters Flatley (R. Schumacher), der mit einer starken Form aus Baden anreist, sowie Zarate (A. Bertram/A. Best), der seinen Sieg gegen Prinz umgehend in der höheren Klasse bestätigte.
Nicht außer Acht gelassen werden darf auch Past twelve, die sich nach ihrem Abschied aus der Maidenklasse erstmals im Handicap vorstellt.









