Noch am Vortag standen die Zeichen schlecht dafür, dass es an der am Mittwoch stattfindende Sonderkonferenz der Ministerpräsidenten zu einer Entscheidung im Glücksspielstaatsvertrag kommen würde. Allen Prognosen zum Trotz konnte jedoch eine Einigung erzielt werden. Das Thema Rennsport kam noch nicht zur Debatte.
Auch wenn nach Vernehmen des rheinland-pfälzischen Ministerpräsidenten Kurt Beck sich die Verhandlungen zu Beginn als äußert schwierig gestaltet hatten.
„Es haben sich zum Schluss jedoch alle aufeinander zubewegt,und ein Staatsvertrag ist besser als 16 Länderregelungen“, äußerte sich der ehemalige Parteichef der SPD. Als Ergebnis haben die Ministerpräsidenten einer Öffnung des Sportwettmarktes für private Anbieter zugestimmt. Es sollen zunächst zeitlich befristet sieben bundesweite Lizenzen vergeben werden, die einer fünfjährigen Testphase unterworfen werden.
Welche Auswirkungen diese Entscheidung finanziell auf den Rennsport haben wird, bleibt abzuwarten, da es sich zunächst nur um die Vereinbarung über die Rahmenbedingungen handelt. Wie aus gut unterrichteten Kreisen zu vernehmen war, wurde auch noch keine Regelung darüber getroffen, wie die Rennwetten zukünftig in den Glücksspielstaatsvertrag mit eingebunden werden.
Die Problematik der Regelung der Rennwettsteuerrückerstattung steht also noch aus. Eine endgültige Entscheidung in allen Punkten soll im Juni erfolgen, wenn die Ratifizierung des Glücksspielstaatsvertrages ansteht.









