Wie sieht die klassische Laufbahn eines künftigen Derby-Siegers eigentlich aus? In den letzten Jahren hat sich ein Trend abgezeichnet. Zweijährig war er maximal zweimal am Start, blieb sieglos. Dreijährig aber punktete er auf Anhieb. Keine Regel ohne Ausnahmen, aber die Dreijährigen-Rennen ab der Meile könnten es in sich haben.
Wiener Walzer, Adlerflug, Schiaparelli, Nicaron, Boreal oder Belenus, sie alle siegten dreijährig beim ersten Start und stiegen später zu Derby-Siegern auf. Sogar zwei Anläufe um dreijährig ihre Maidenschaft abzulegen, benötigten Shirocco, Robertico und All My Dreams.
Am Sonntag kommen in Köln und München Vertreter des Derby-Jahrgangs an den Start, die sicherlich als potenzielle Derby-Starter angesehen werden. Den Walton International Pokal und somit die dritte Tagesprüfung am Sonntag im Weidenpescher Park sollte man sich ganz genau ansehen.
An der 2100 Meter-Marke rücken neun Dreijährige in die Startboxen, bis auf den bereits zum Wallach beförderten Learned Dandy und Aladin besitzen alle Kandidaten eine Derby-Nennung.
Sechs Dreijährige stehen im Aufgebot für das Blaue Band in Hamburg, Hoist the Sail im Feld für das Derby Italiano. Der Ammerländer bestritt seine erste Saison für Andre Fabre, bei drei Starts kehrte er einmal als Sieger zur Waage zurück. Peter Schiergen: „Der Hengst hat gut gearbeitet, nun muss er für seinen letztjährgen Sieg 59 Kilo tragen und somit dem Feld Gewicht geben. Mal abwarten, oh ihm das gelingt.“
Stalljockey Andrasch Starke hat sich für Serienschock entschieden. Der Wittekindshofer Sholokhov-Sohn war 2010 ein Mal am Start, allzu viel hatte man sich noch nicht ausgerechnet. Das könnte nun schon anders aussehen. „Am Sonntag muss er zeigen, wohin der Weg führt“, so der Asterblüte-Chef.
Der Schlenderhaner Mawingo war im letzten Jahr zweimal am Start, nach seiner Iffezheimer Platzierung unterlag er in Hoppegarten Theo Danon mit minimalem Vorteil. Lange dürfte der Tertullian-Sohn bestimmt nicht sieglos bleiben. In Hoppegarten blieb Navajo Storm gut eine Länge hinter Mawingo, der Monsun-Sohn wusste als Debutant sehr zu gefallen. Am Sonntag müssen Mawingo und Navajo Storm gleich Farbe bekennen.
In München rückt mit Le Peintre (Foto) ein Pferd aus dem Hofer-Stall in die Startboxen, das bereits über ein GAG von 91 Kilo führt. Ein Sieg, um die klassische Route einzuschlagen, ist natürlich Pflicht. In der ersten Dreijährigen-Prüfung in Riem rückt mit Ammerländer Home Run aus dem Schiergen-Quartier ein Hengst in die Startboxen, der im Herbst in Neuss auf Anhieb auf Sand siegte.
Weitere sehr interessante Pferde in diesem Rennen dürften wohl der Hofer-Schützling Bold Warrior aus Karlshof, Stall Salzburgs Lord Emery und der Hickst-Schützling Neico sein.










