Aller guten Dinge sind drei! Endlich Presvis im Duty Free

Er ist eines der erfolgreichsten Pferde in den letzten Jahren bei den Rennen in Dubai. Der von Luca Cumani trainierte Sakhee-Sohn Presvis aus dem Besitz von Leonidas Marinopoulos. Der Siebenjährige, der in seiner Laufbahn schon über 2,5 Millionen Euro verdient hat, nahm am Samstag in Meydan den dritten Anlauf, um endlich das Dubai Duty Free zu gewinnen (Video ansehen).

In der mit fünf Millionen Dollar dotierten Gruppe I-Prüfung über 1800 Meter war er bereits 2009 (damals noch in Nad Al Sheba) und 2010 gestartet, hatte dabei die Plätze zwei, bzw. elf belegt.

Am Samstag ging er unter Ryan Moore zu einer Quote von 60:10 als Favorit in das Rennen auf der Grasbahn, das eine völlig offene Angelegenheit war.

Zunächst wurde die Pace von Beauty Flash bestimmt, hinter dem man in vorderer Linie auch Tazeez, Derbaas und die aus der Zucht des Newsells Park Stud stammende Strawberrydaiquiri sah.

Die Schimmelstute, die inzwischen im Besitz von Fawzi Nass steht, und von diesem auch trainiert wird, übernahm in der Zielgerade sogar die Spitze. Diese konnte sie aber nur bis etwa 300 Meter vor dem Ziel halten.

Dann kamen die Angriffe von allen Seiten. Zunächst war es River Jetez, die Stute aus dem Stall von Mike de Kock, die nach vorne ging. Doch aus dem hinteren Teil des Feldes war an der Innenseite dann auch Presvis zur Stelle, der mit seinem bekannten Speed noch stärker war und schließlich nach einem Klasseritt mit knappem Vorteil von einer dreiviertel Länge vor River Jetez über die Linie kam.

Dritter wurde Wigmore Hall, der absolut keinen guten Rennverlauf hatte, vor dem französischen Gast Royal Bench, Strawberrydaiquiri landete auf dem siebten Platz.

‚Fantastisch, ich liebe dieses Pferd. Es war auch ein Superritt von Ryan (Moore)‘, so Luca Cumani nach dem Rennen.

Für Presvis war es der zweite Gruppe I-Sieg in seiner Karriere. Er hatte 2009 bereits den Audemars Piguet Queen Elizabeth II Cup in Sha Tin auf dieser Ebene gewonnen. Dieses Rennen soll er nun auch als nächste Aufgabe bestreiten, doch ist fraglich, ob Ryan Moore ihn dort auch reiten kann, denn am Tag des Rennens (1.Mai) finden auch die Guineas in England statt, sodass Moore eventuell nicht abkömmlich ist.

Das Golden Shaheen, das mit zwei Millionen Dollar dotierte 1200 Meter-Rennen auf der Sandbahn auf Gruppe I-Niveau wurde bereits vor dem Start einer großen Attraktion beraubt, denn US-Trainer Carl O’Callaghan musste den Vorjahressieger und Mitfavoriten Kinsale King aufgrund einer Hufprellung abmelden.

So war der Weg frei für den Singapur-Starsprinter Rocket Man, der mit einer Quote von 20:10 zugleich der heißeste Favorit des gesamten Abends war. Und nach einem Rennen vom dritten Platz hatte er unter Felix Coetzee auch keine große Mühe, den früh an die Spitze gezogenen US-Vertreter Euroears (Bob Baffert/Mike Smith) auf den zweiten Platz zu verweisen.

Zweieinviertel Längen lagen im Ziel zwischen den beiden Erstplatzierten, hinter denen mit Sunny King und Green Birdie zwei Hong Kong-Pferde auf den Plätzen drei bzw. vier landeten.

Für den Vorjahreszweiten Rocket Man war es endlich der ersehnte erste Treffer in einem internationalen Top-Sprint, nachdem er im Vorjahr hier bereits Zweiter war und mit dieser Platzierung auch im Hong Kong Sprint (hinter J J The Jet Plane) Vorlieb nehmen musste.

Nun wird er in seine Heimat zurückkehren, wo er am 22. Mai beim dritten Versuch endlich den KrisFlyer International Sprint in Kranji gewinnen soll, in dem er bereits zweimal Zweiter war.

‚Es wäre schön gewesen, hier gegen Kinsale King anzutreten, aber das ist nun mal Pferderennen. Er wird sicher nach Kranji kommen und dann gibt es eben dort dieses Duell‘, freute sich Siegtrainer Patrick Shaw nach dem Rennen.

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