Endlich hatte Jockey Adrie de Vries wieder einmal allen Grund zum Strahlen, erlebte er doch am vergangenen Donnerstag erstmals wieder einen Renntag so ganz nach seinem Geschmack. Drei Wochen war er ohne Sieg geblieben in Katar, dem zweitreichsten Land der Welt, das sich als Veranstalter von sportlichen Großereignissen in das Bewusstsein der Weltöffentlichkeit immer stärker einbringt, doch auf dem rennsportlichen Sektor noch immer im Schatten des benachbarten Dubai steht.
Doch auf diesem Gebiet soll demnächst zumindest der Anschluss an den Nachbarn hergestellt werden, so sehen jedenfalls die Überlegungen der Verantwortlichen in Katar aus. Ausdruck dieser Politik sind zahlreiche Ankäufe hochklassiger Pferde in Europa und Übersee, die auf diese Weise das Niveau des Rennsports in dem Land, in dem jeder mit Vollendung seines achtzehnten Lebensjahres ein Stück Land erhält, anheben sollen.
International liest sich auch die Liste der in Katar tätigen Jockeys, zu denen seit Jahren der Niederländer Adrie de Vries zählt, der die Wintermonate zu Gastspielen nutzt. In der Regel mit sehr viel Erfolg, so dass der Abschluss des Aufenthaltes mehrfach das Championat unter den Reitern bedeutete. In der laufenden Saison sieht es allerdings nicht nach einem weiteren Titel aus, denn mit derzeit dreizehn Erfolgen nimmt er in der Statistik lediglich einen Platz im Mittelfeld ein.
Dennoch dürfte der erste Renntag im Februar in besonderer Erinnerung von Adrie de Vries bleiben, schaffte er doch einen lupenreinen Hattrick, als er die Rennen fünf bis sieben gewann und somit seinen bislang besten Tag erlebte. Drei Siege für de Vries bedeuteten auch drei Erfolge für Trainer Ibrahim al-Malki, den Arbeitgeber.
Drei Wochen waren seit dem letzten Sieg des Teams vergangen, das in den darauffolgenden Wochen zwar immer gute Ergebnisse, aber eben keinen Sieg mehr erzielt hatte.
Erstmals seit seinem Schlüsselbeinbruch stieg auch Marvin Suerland wieder in den Rennsattel. Der Kölner, der am letzten Januar-Sonntag anlässlich seines Deutschlandaufenthaltes wieder am Renngeschehen teilgenommen hatte, kam fünf Mal zum Einsatz, endete mit seinen Pferden allerdings ausnahmslos auf hinteren Rängen.
In der laufenden Woche wartet ein Doppelrenntag mit Prüfungen am heutigen Mittwoch und Donnerstag auf die beiden Jockeys. De Vries wurde für neun Prüfungen gebucht und muss diesmal Suerland den Vortritt lassen, der elf Rittverpflichtungen aufweist.










