Andere Länder, andere Sitten. Während bei uns das Derby in der Regel am ersten Juli-Sonntag ausgetragen wird (von Ausnahmen abgesehen), so ist im Wüstenemirat Quatar am heutigen Donnerstag „Derby Day“. Und mit von der Partie sind natürlich auch die wie bereits in den letzten Jahren dort tätigen Jockeys Adrie de Vries (Foto) und Marvin Suerland.
In sechs der sieben Rennen sind sie im Einsatz, auch in den Highlights haben sie Ritte bekommen. Im Qatar Derby für die Englischen Vollblüter, das über 1800 Meter führt und mit 400.000 Rial (ca. 84.000 Euro) dotiert ist, steigen sie natürlich auch in den Satel. De Vries reitet dabei Miss Starlight, die unter Regie von Trainer Charlie McBride während der Derbywoche den Hamburger Stutenpreis auf Gruppe III-Ebene gewinnen konnte.
Inzwischen wurde sie von Maelor Racing, der walisischen Besitzergemeinschaft verkauft. Neuer Besitzer der Trade Fair-Tochter ist Hassan Al Abdulmalik, für den Miss Starlight vor wenigen Wochen gleich ein erfolgreiches Debüt in Katar gegeben hat. Mit dreieinhalb Längen Vorsprung siegte sie gegen Saasia im Derby Trial auf der Rennbahn Al Rayyan Park. Und im Sattel saß dabei bereits Adrie de Vries.
Trainer der Stute ist Ibrahim Al-Malki, für den im Derby auch Marvin Suerland im Einsatz ist. Er reitet Soviet Secret, der ebenfalls aus dem McBride-Stall nach Quatar kam und in seiner alten Heimat in dieser Saison zwei Rennen gewinnen konnte. Zu den Favoriten zählt natürlich auch der Oratorio-Sohn Beethoven, der vor zehn Tagen, damals noch unter Regie von Aidan O’Brien, Zwölfter in der Hong Kong Mile war (Zum Langzeitmarkt).
Inzwischen ist er in den Stall von Trainer Ahmed Kobeissi gewechselt und startet erstmals für die Interessen von Besitzer Mohammed Kazim Al Ansari. Seb Sanders reitet den Hengst, der als Zweijähriger in den Dewhurst Stakes auf Gruppe I-Parkett erfolgreich war. Ein chancenreicher Kandidat ist sicher auch der Frankreich-Import Lancelot, der erstmals für die Umm Quarn Farm und deren Trainer Alban de Mieulle startet.
Auf der Arqana Sales im Oktober wechselte er für 300.000 Euro in jetzigen Besitz. Im Sattel des Hengstes, der in Frankreich Listensieger, und zuletzt Vierter im Prix du Prince d’Orange war, sitzt Olivier Peslier, der für Alban de Mieuille bereits beim Arc-Meeting zwei Araber-Rennen gewinnen konnte.
Auch im Qatar International Derby für die Arabischen Vollblüter (400.000 Rial, 1900 m) sind De Vries und Suerland engagiert. De Vries reitet Danawi, während Suerland für Casman verpflichtet wurde. Beide werden von Trainer Mohammed Khalid vorbereitet.









