Am Dienstag fand die Mitgliederversammlung des Renn-Verein Frankfurt am Main e.V. auf der Rennbahn Niederrad statt. Nach dem Bericht des Kassenprüfers wurde dabei dem Vorstand für 2009 durch die Mitglieder Entlastung erteilt. Über die Mitgliederversammlung berichtete der Rennverein in einer Pressemitteilung, die wir im folgenden veröffentlichen.
Präsident Schwierz berichtete über Ablauf der Verhandlung und Entscheidung der Insolvenzverwaltung zugunsten der Frankfurter Hippodrom GmbH. Das Angebot des Renn-Vereins umfasste die Sicherung der Finanzierung durch eine Fondgesellschaft, Fondsvolumen 1,4 Milliarden Euro, die eine Eigenkapitalausstattung von Euro 1 Mio. bereitstellt, den Hauptsponsor des Deutschen Golf Verbandes, der HypoVereinsbank, mit einer Finanzierungszusage von einer weiteren Million und das Zentralinstitut der österreichischen Sparkassen, ebenfalls 1 Mio. zuzüglich einer Liquiditätsbereitstellung in Höhe von Euro 900.000.
Gleichzeitig war der Investor bereit, insbesondere für die Stadt Frankfurt, das Prozessrisiko durch Übereinkunft mit dem bisherigen Golfbetreiber abzuwenden. Vor diesem Hintergrund ist die Entscheidung nicht nachvollziehbar, da nach bisherigen Erkenntnissen, das zugeschlagene Angebot die Gläubiger des insolventen Renn-Klub Frankfurt deutlich schlechter stellt.
Die Mitgliederversammlung wurde von Galopptrainer Clemens Zeitz über folgenden Sachverhalt in Kenntnis gesetzt: Manfred Hellwig, alleiniger Gesellschafter der Frankfurter Hippodrom GmbH, forderte ihn mit Schreiben vom 09.11.2010 auf, eine anlässlich der letzten Mitgliederversammlung gemachte Behauptung hier auf dieser a. o. Mitgliederversammlung öffentlich zu widerrufen.
Dort hatte ihm die Präsidentin des neu gegründeten Frankfurter Rennklub e.V., Christiane Weil-Daßbach, vorgeworfen, er habe Hellwig als „Betrüger“ bezeichnet. Zum Schutz der Rechte Hellwigs sollte Clemens Zeitz eine Strafbewehrte Unterlassung über Euro 25.000,00 unterzeichnen.
Zeitz stellte ausdrücklich klar, dass er diese Aussage nicht gemacht habe und nie machen würde und deshalb kein Widerruf erfolge. Daraufhin hat auch die anwesende Präsidentin Christiane Weil-Daßbach ihre in diesem Zusammenhang gemachte Unterstellung zurückgenommen.
In den nächsten Tagen wird der Vorstand über das weitere Schicksal des Renn-Vereins eine Entscheidung treffen.










