Super F?hrhof-Time bei den Zweij?hrigen in Hannover

Sie sprang im Vorfeld schon beinahe aus der Zeitung. Die zweijährige Nayef-Tochter Paragua aus dem Championquartier von Andreas Wöhler trat am Sonntag in Hannover das erste Mal auf einer Rennbahn in Erscheinung. Und die Schwester solcher Klassepferde wie Paita (zweijährige Gruppe I-Siegerin) und Puntilla (Siegerin im Preis der Diana 2000, Gr. II) gab einen tadellosen Rennbahneinstand.

Unter Eduardo Pedroza war mit der im Besitz der Stiftung Gestüt Fährhof stehenden Lady gleich in vorderer Linie auszumachen und ließ sich auch im Einlauf nicht von der Favoritin Alkhana beirren.

Jederzeit hatte Paragua, die 37:10 am Totalisator notierte, einen bequemen Vorteil, den sie locker verteidigte. Alkhana war ihrerseits für Platz zwei bereits 200 Meter vor dem Ziel nicht mehr zu gefährden.

Dritte am Pfosten wurde Joie de Deauville, die ihre zwei Frankreich-Formen weiter ausbauen und Sterntänzerin noch knapp abfing (Video ansehen).

Etwas später ging der Jubel für Dr. Andreas Jacobs sogar noch weiter. Denn La Salvita (Foto) holte sich beim dritten Start den Listensieg im Großen Preis des Gestüts Brümmerhof (1400 m, 20.000 Euro), als sie von Eduardo Pedroza (zweiter Tagestreffer) von der Spitze aus immer weiter marschierte. Am Totalisator war die Fährhoferin aus dem Stall von Andreas Wöhler doch etwas unterschätzt worden.

61:10 zahlte der Hannover-Toto auf die Siegerin über die 24:10-Favoritin Quesada. Diese hatte im Schlussbogen schon etwas Probleme, dem hohen Tempo stand zu halten, schob sich erst ganz zum Schluss an Navarra Queen (A. Starke) vorbei (Video ansehen).

‚Mit einer Platzierung haben wir bei La Salvita schon gerechnet, aber dass sie gewinnen würde, überraschte uns doch ein bisschen – natürlich positiv‘, so Simon Stokes, der ebenfalls von Paraguas Treffer sehr angetan war.

‚Sie ist eine gute Stute, wird mit Sicherheit dreijährig noch zulegen können‘, sagte Stokes gegenüber GaloppOnline.de nach dem imposanten Maidentreffer der so nobel gezogene Paragua. Sie hält ein Engagement im Preis der Diana 2011, was sicher ein Fernziel sein sollte.

Der Handicap-Erfolg von Engai im Ausgleich III fiel nach dem Motto aus ‚Wie hätten Sie es gern?‘. Der Sauer-Schützling war der Konkurrenz über 1750 Meter regelrecht turmhoch überlegen und sollte nach diesem Eindruck längst noch nicht alle Karten aufgedeckt haben.

Eduardo Pedroza und Filip Minarik waren die erfolgreichsten Jockeys, beide landeten zwei Treffer. Pedroza ist somit auf bestem Wege, sein viertes deutsches Championat in Folge zu erringen.

In zehn Rennen setzte der Hannoversche Rennverein 251.028,80 Euro um, wobei von außen 137.378,30 Euro in die Totokassen auf der Neuen Bult vermittelt wurden.

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