Er ist der Aufsteiger des Jahres unter den deutschen Galoppern. Der von Torsten Mundry für den Stall Tinsdal trainierte Samum-Sohn Durban Thunder. Der Vierjährige, den zu Saisonbeginn noch niemand kannte, holte sich in der Engelbert-Strauss-Trophy unter Norman Richter nach seinem Straßburger Listensieg auch gleich den ersten Gruppetreffer.
Und bei diesem bewies der Hengst (auf dem Foto links), den man getrost als absoluten Siegertyp bezeichnen kann, enormen Kampfgeist. Nachdem er nach seinem üblichen Rennen von der Spitze aus 200 Meter vor dem Ziel von Anne-Sophie Pacault und ihrem Außenseiter Representing gestellt war, zog er noch einmal entscheidend an und hatte genau auf der Linie in einer Zielfotoentscheidung einen minimalen Vorteil von einer Nase.
‚Hals-Hals‘ lauteten dahinter die Abstände bis zu Liang Kay und Lyssio auf den Plätzen drei und vier, wobei der Favorit Liang Kay erneut der große Pechvogel war. Video ansehen
Genau in dem Moment, in dem Stepahne Pasquier mit ihm angreifen wollte, machte ihm Representing die ‚Bude‘ zu, allerdings war die Lücke auch recht eng, durch die Pasquier wollte. So musste der Franzose sein Pferd erst auf freie bahn bringen, doch so kam das Ziel für ihn zu früh. ‚Er hätte nie verloren‘, so Trainer Uwe Ostmann nach dem Rennen.
Dem Siegreiter Norman Richter (Trainer Torsten Mundry war in Warendorf geblieben) dürfte das egal gewesen sein. Der Leichtgewichtsjockey bedankte sich nach dem Rennen bei Durban Thunders Besitzern, für das in ihn gesetzte Vertrauen.
‚Ich musste ihn auch gar nicht zum Kämpfen motivieren, er macht das von alleine, denn er mag es nicht, wenn einer an ihm vorbeigeht. Er kann sich über Winter bestimmt auch weiter steigern‘, so Richter.
Kurios: Hätte Representing gewonnen, hätte er als Sieger der Rennserie ‚Le Defi du Galop‘ festgestanden und seine Besitzerin hätte einen Bonus von 150.000 Euro bekommen. So hat aber Durban Thunder noch die Chance auf den Gesamtsieg, da er nun auch schon zwei Läufe der Serie gewonnen hat.







