Es ist der Feiertag im Münchener Rennkalender, der Renntag um den mit 155.000 Euro dotierten und zur Gruppe I zählenden Grossen Dallmayr-Preis – dem Bayerischen Zuchtrennen. Und auch diesmal werden wieder zahlreiche Gäste aus dem In- und Ausland den Weg zu diesem prestigeträchtigen Rennen finden. Und gerade die Ausländer kommen traditionell mit chancenreichen Kandidaten an die Isar.
Bestes Beispiel ist der Jarvis-Kandidat Pressing, der nach seinem zweiten Rang im Jahr 2008 ein Jahr später ein voller Erfolg gelang.
Ganz oben auf der Chancenskala steht in der aktuellen Ausgabe Godolphins Alexandros, ein fünfjähriger Kingmambo-Sohn, der mit handfesten Empfehlungen den Weg in die Isarmetropole kommen wird.
Und überhaupt: Godolphin (Foto von Sheikh Mohammed) hat offenbar Geschmack an den deutschen Grand Prix-Rennen gefunden. Ob mit Campanologist im Großen Preis von Lotto Hamburg oder mit Buzzword im 141. Deutschen Derby. Zur Zeit scheinen die Scheichs genau zu wissen, was in der Deutschen Grand Prix Klasse verlangt wird.
Und nicht anders wird es im Fall von Alexandros aussehen. Frankie Dettori wird wie im letzten Jahr, als er Dritter mit dem Suroor-Schützling Trincot wurde, diesmal wohl den Favoriten der Prestigeprüfung steuern. Der Kingmambo-Sohn hat einige Gruppe I-Platzierungen wie den dritten Rang im Dubai Duty Free und einen Ehrenrang in den Lockinge Stakes in Newbury aus der vergangenen Saison im Gepäck. Da müssen sich unsere Pferde schon warm anziehen.
In der aktuellen Saison sah man Alexandros anfangs bei drei Starts in Meydan am Ablauf. Zunächst holte er sich mit Al Rashidiya eine Gruppe III-Prüfung auf Turf, bevor er im Jebel Hatta auf Gruppe II-Level als Zweiter endete, bevor er im Dubai Duty Free, Gr. I enttäuschte. Nach einer Pause bekam Alexandros einen Aufgalopp in den Diomed Stakes, Gr. III, in Epsom, in denen er nur mit einem Hals Bushman unterlag.
Viel Routine bringt die 22 Starts vorweisende Lady Jane Digby mit. Mark Johnstons sechsfache Siegerin kommt mit frischer Gruppe II-Form an die Isar, blickt zudem auf einen dritten Rang aus den Lancashire-Oaks zurück.
Auch in Deutschland ist die Oasis Dream-Tochter längst keine Unbekannte mehr, gewann sie doch im August 2009 den Walter J. Jacobs-Stutenpreis, Gr. III, in Bremen. Man darf also gespannt sein, wie die hiesigen Pferde gegen die zwei ausländischen Herausforderer aussehen werden.









