Jetzt der Riesen-Sprung: King of Sydney im Prix Ganay

Man hatte sich bis zuletzt zwei Optionen offen gehalten für den nächsten Start des Gruppe II-Siegers King of Sydney (Foto). Der Schützling von Mario Hofer war in Frankreich sowohl im Prix du Muguet am Samstag als auch im Prix Ganay am Sonntag in Longchamp engagiert. Dann fiel die Entscheidung.

Der Vierjährige aus dem Besitz von Stephan Hoffmeister und Guido Schmitt wird im Prix Ganay antreten, der mit 300.000 Euro dotierten Gruppe I-Prüfung über 2100 Meter. Bei der Vorstarterangabe blieben noch zehn Pferde im Rennen, der Reiter von King of Sydney stand am Mittwochmittag noch nicht fest. Als Favoritin wird wohl die von Mikel Delzangles trainierte Aga Khan-Stute Shalanaya stehen.

Die Lomitas-Tochter gewann im Vorjahr den Prix de l’Opera auf der 100 Meter kürzeren Distanz. Die Vierjährige ist in diesem Jahr in allen großen Steherrennen weltweit genannt. Interessant: Bei drei Starts in Longchamp ist sie noch ungeschlagen. Ein Bein stellen könnte ihr vielleicht der von Carlos Laffon-Parias vorbereitete Chinchon, der Vierte aus dem letztjährigen Audemars Piguet QE II Cup und den Man O’War Stakes.

Chinchon, der nachgenannt wurde, gewann seine letzten beiden Rennen in überzeugender Manier. Beim Saisondebüt im Prix Exbury verwies er Starlish, der am Sonntag wieder mit von der Partie sein könnte, locker auf den zweiten Platz. Noch ungeschlagen ist der Godolphin-Vertreter Cutlass Bay. Der von Andre Fabre trainierte Vierjährige war trotz einer elfmonatigen Pause im Prix d’Harcourt mit einem Hals gegen Court Canibal erfolgreich, hinter dem auch die letztjährige Favoritin im Preis der Diana, Celimene, nicht weit zurück war.

Beide zählen im Ganay erneut zu den Gegnern des Halling-Sohnes. Pallodio, The Bogberry und Telluride sind die weiteren möglichen Starter in diesem Frühjahrs-Highlight. Mit dem Prix Vanteaux (Gr.III, 1850 m, 3j.) und dem Prix de Barbeville (Gr.III, 3100 m, 80.000 Euro) gibt es auf der Paradebahn im Bois de Boulogne am Sonntag noch zwei weitere Grupperennen.

In der Prüfung für die Extremsteher kommt dabei der von Waldemar Hickst trainierte Tres Rock Danon (Dominique Boeuf) an den Start. Auch wenn er es nur mit fünf Gegnern zu tun hat, dürfte der Vierjährige vor einer schweren Aufgabe stehen, denn Pferde wie Kasbah Bliss oder der Seriensieger Blek, der auch schon zweimal vor dem deutschen Gast war, zählen zum Besten, was es in Frankreich auf den ganz weiten Wegen gibt.

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