Kölns Galopprennbahn im Weidenpescher Park ist seit Jahrzehnten einer der wichtigsten und am meisten frequentierten Anlaufpunkte für Vollblüter aus den unterschiedlichsten Nationen. Doch sind Pferde aus Frankreich, Großbritannien und Irland oder den skandinavischen Ländern viel häufiger in Köln am Start als anderswo im Lande.
Wie ein schlagendes Beispiel hierfür steht das Gastspiel von zwei französischen Stuten am Ostermontag. Sie heißen Pearl Banks und Lady Di. Erste wird von Trainer Francoise Rohaut in Pau vorbereitet und von Francoise-Xavier Bertras geritten. Er gehört zu den durchaus bekannteren Jockeys im französischen Galopprennsport und war auch beim jüngsten Sieg von Pearl Banks auf der Pariser Großbahn in Saint-Cloud im Sattel. Lady Di’s Trainer heißt Jean de Roualle. Er zählt zu den führenden Namen der Zunft in der Region direkt um Paris herum.
Allerdings ist Lady Di eigentlich nur in diesem einen Punkt eine Vertreterin französischer Interessen. Denn die Stute gehört dem süddeutschen Gestüt Karlshof. Sie wird lediglich nur in Frankreich trainiert. Und das Karlshofer Lager baut im mit 20.000 Euro dotierten ersten diesjährigen Kölner Listenrennen auch auf die Reitkunst eines deutschen Jockeys, und zwar die von Andreas Helfenbein
.
Eines ist klar, beide Stuten können im WETTEN XXL-Stutenpreis auf jeden Fall konditionelle Vorteile in die Waagschale werfen, ob dies reichen wird, um sich ganz groß in Szene zu setzen, bleibt jedoch abzuwarten. Ein deutlich besseres Kaliber als Pearl Banks und Lady Di repräsentierten Lady Alida und Ephigenie. Lady Alida reist aus München aus dem Figge-Stall an, Röttgens Ephigenie wird von Torsten Mundry (Foto) in Warendorf trainert.
In diesen Wochen und Monaten hat sich wiederholt aber schon die alte Turfweisheit bewahrheitet, dass im ausklingenden Winter oder im zeitigen Frühjahr die Kondition oft mehr zählt als die Klasse. So gesehen sollten Lunduv (Jockey: Eduardo Pedroza) und Sina (Andrasch Starke) ebenfalls zwei nicht zu unterschätzende Kandidatinnen sein.










