Dubai und Quijano (Foto), das gehört zusammen wie der Dom zu Köln, könnte man scherzhaft formulieren. Denn in der Wüste landete der Acatenango-Sohn und Deutschlands populärster Wallach einige seiner größten Erfolge. Drei Jahre ist es her, da leistete der Fährhofer aus dem Stall von Peter Schiergen gewissermaßen deutsche Aufbauarbeit in der Wüste, denn seither kamen immer mehr hiesige Pferde hier an den Start.
Drei Treffer hintereinander, in zwei Handicaps und einem Gruppe-Rennen, landete der 2002 geborene Quijano. Erst im Dubai Sheema Classic, dem 2400 Meter-Event am World Cup-Tag war Endstation. Seither trat Quijano Jahr für Jahr auf dem Nad Al Sheba-Kurs in Aktion.
Ein weiterer Treffer war ihn dort nicht mehr vergönnt, doch mehrere ausgezeichnete Platzierungen. Gut möglich, dass er auch 2010 wieder auf das 5-Millionen-Dollar-Spektakel vorbereitet wird. Das hängt aber sicherlich auch von den Ergebnissen zuvor ab. Und an diesem Donnerstag steht die erste Etappe des Dubai-Trips in diesem Jahr an.
Bereits seit mehreren Wochen genießt Quijano die Sonne am Persischen Golf. Doch nun wird es ernst, bestreitet der Wallach sein erstes Rennen 2010 beim Racing Carnival.
„Quijano hat gearbeitet und zeigte sich dabei von bester Seite. Es verläuft alles nach Plan mit ihm. Wir hoffen auf eine vierte gute Saison für ihn in Dubai“, erklärt Racing Manager Simon Stokes.
Über 1,7 Millionen Euro verdiente der Crack insgesamt in seiner bisherigen Karriere, 371.639 Euro allein in 2009. So richtig beständig ist er allerdings nicht mehr, denn im Abschluss an den Gruppe I-Erfolg im Gran Premio di Milano wechselten Licht und Schatten.
Sicher ist der achte Rang aus dem Canadian International keinerlei Maßstab für das Können des Deutschen, der auch aus einer Pause heraus gleich stark zu beachten ist.
Ausgesucht hat sein Team für das Dubai-Debüt 2010 und den Einstand auf dem neuen Meydan-Kurs ein mit 175.000 Dollar dotiertes Handicap über 2400 Meter der Grasbahn, eine Strecke, die maßgeschneidert ist für Quijano, der natürlich wieder Andrasch Starke im Sattel haben wird.
Mit 60 Kilo muss der Achtjährige Höchstgewicht schleppen, was die Aufgabe natürlich nicht erleichtert, zumal er nach einer Pause sicherlich noch nicht bei vollen hundert Prozent seines großen Leistungsvermögens sein dürfte, aber man darf dennoch äußerst gespannt sein.
In einem starken Feld bekommt er es mit seinem ewigen Widersacher Mourilyan, einem Sohn des Isarländer Stallion Desert Prince, zu tun, der in Dubai alles andere als ein Unbekannter ist und noch im November als Dritter im Melbourne Cup, dem berühmtesten Rennen Australiens glänzte. Herman Brown, der in diesem Jahr mit einem kleineren Lot als sonst in Dubai vertreten ist, sattelt den Sechsjährigen.
Auf Wiedergutmachung hofft Mike de Kock bei seinem Neuzugang Frozen Fire. Der ehemalige Irish Derbysieger aus der Zucht der Gebrüder Hoyer enttäuschte am vergangenen Donnerstag auf Gruppe III-Level als Achter auf der ganzen Linie. Godolphin, mit fliegenden Fahnen gestarteter Erfolgsstall von Sheikh Mohammed, vertraut auf Claremont (Gruppe III-Sieger in Chantilly 2009), Once More Dubai (Listensieger im November in Kempton) und Highland Glen (gewann zum Saisonfinale 2009 zwei Handicaps in England).
Interessant ist sicherlich Mike de Kocks Lizard´s Desire (holte sich gerade in Meydan ein Handicap gegen den anschließend erfolgreichen King Of Rome). Das sind aber nur einige der vielen starken Quijano-Konkurrenten!










