Noch gestern war der Hong Kong-Auftritt von Vision d’Etat (Foto, hatte einen geschwollenen Fesselkopf) fraglich, nun galoppierte der von Eric Libaud trainierte französische Derbysieger 2008 im mit 2,6 Millionen US-Dollar ausgestatteten Hong Kong Cup über 2000 Meter der Konkurrenz davon und bewies wieder einmal seine außerordentlich große Klasse. Vision d’Etat war zunächst an sechster Position zu sehen.
Olivier Peslier musste sich bereits weit vor dem Ziel im Sattel etwas rühren, um den Chichicastenango-Sohn bei der Stange zu halten. Auf den letzten 400 Metern spielte der Vierjährige dann aber prächtig mit und konnte den favorisierten Collection (D. Beadman) jederzeit locker in Schach halten. Das Duo hatte sich vom Rest etwas gelöst.
‚Er war ein bisschen faul in der Gegenseite. Aber wenn er topfit ist, galoppiert er so. Wie in Royal Ascot, als er die Prince Of Wales’s Stakes gewinnen konnte. So geht er einfach, wenn er relaxed und super drauf ist. Ich wollte nicht zu früh in Front sein, hatte etwas Zweifel, dass er die Arbeit einstellt, wenn er vorne ist. Aber Vision d’Etat hat heute toll bis zur Linie gefightet‘, sagte Olivier Peslier.
Es war gleichsam der siebte Erfolg von Olivier Peslier bei den Hong Kong International Races, das hat vor ihm noch kein anderer Jockey geschafft. Und der neunte Sieg von Vision d’Etat bei 13 Versuchen, eine beeindruckende Bilanz, wenn man bedenkt, dass er nur in den Top-Prüfungen an den Ablauf kommt.
‚Es ist einfach nur toll. Gestern noch dachten wir, er würde nicht starten können und heute dann der Triumph. Die Entzündung hat sich schnell wieder aufgelöst. Wir haben alle unser Bestes gegeben‘, so Sieg-Coach Eric Libaud.
Die Luca Cumani-Chance Presvis kam vom vorletzten Platz noch super in Gang, aber der Weg nach vorn war einfach zu weit, er konnte unter Ryan Moore nur noch den dritten Platz hinter dem Top-Franzosen und Hong Kong-Hoffnung Collection sicherstellen.
Der Vorjahressieger Eagle Mountain (K. Shea) hatte sich erst im Mittelfeld aufgehalten, ehe er im Einlauf eingesetzt wurde. Aber von dem fünfjährigen Rock of Gibraltar-Sohn kam alsbald nicht mehr viel. Er endete als Fünfter, zeigte sich wieder von besserer Seite.
71:10 war der HK-Tote-Schlusskurs von Vision d’Etat. Der Top-Hengst aus dem Besitz von Jacques Detre und Victoria Libaud wird nun die Route Richtung Dubai nehmen. Dort will er wieder fett abkassieren!












