Stacelita erh?lt Vermeille am gr?nen Tisch, Soberania 4te

Hammer-Entscheidung in Paris: Nachdem Dar Re Mi die Favoritin Stacelita geschlagen hatte, wurde sie zurückgestuft. Nach fünf Erfolgen in Serie musste die Monsun-Tochter Stacelita im Prix Vermeille (Gr.I) auf dem grünen Rasen ihre erste Niederlage hinnehmen.

Mit den letzten Galoppsprüngen fing die aus England von John Gosden aufgebotene Dar Re Mi die heiß favorisierte Stacelita noch knapp, aber sicher ab. Im Sattel der vierjährigen Singspiel-Tochter saß Jimmy Fortune, als Besitzer zeichnen Lord und Lady Lloyd-Webber.

Doch dann kündigten die Stewards gleich eine Überprüfung des Rennverlaufs an. Und relativ schnell, nach etwa 20 Minuten, fällten sie die Entscheidung: Sie setzten die Siegerin Dar Re Mi auf Rang fünf, da sie die deutsche Stute Soberania, die als Fünfte über die Linie gekommen war, entscheidend behindert hatte.

So kam Diane-Siegerin Stacelita (zahlte 19:10) doch noch in den Genuss ihres sechsten Sieges, die von Jean-Claude Rouget trainierte Monsun-Tochter der Soignee bleibt somit ungeschlagen. Die Entscheidung war offenbar sehr umstritten.

So gab es nach Augenzeugenberichten sogar Pfiffe am Absattelring. Und Lady Lloyd-Webber meinte in Paris voller Entzürnung: ‚Solch eine Entscheidung hätte es in England nie gegeben.‘

Die große Stutenprüfung in Longchamp war auch das Ziel von gleich mehreren Pferden in deutschem Besitz. So galt die von Andre Fabre für Baron Ullmann trainierte Kalla nach ihrem Gruppe-Treffer in Deauville als durchaus chancenreiche Kandidatin für einen der vorderen Plätze. Die Stute war Mitte der Geraden auch in Position, kam dann aber nicht entscheidend weiter.

Auch Röttgens Umirage, die nach großem Startverlust lange die rote Laterne getragen hatte, konnte sich an den Außenseite im Einlauf nicht groß steigern und den Startverlust nie kompensieren und wurde am Ende als 1000:10-Außenseiterin klar Letzte.

Anders hingegen die Karlshoferin Soberania. Die Diana-Zweite entwickelte an der Innenseite gewaltige Reserven, musste sogar einen Stop in Kauf nehmen. Dennoch endete sie auf der Linie als Fünfte für eine bessere Platzierung dichtauf. Das war eine bärenstarke Vorstellung.

Die Rennleitung sah die Behinderung von Dar Re Mi als entscheidend an, in der Tat verpasste Gestüt Karlshofs von Andreas Wöhler trainierte Soberania unter Johan Victoire durch diese Störung eine noch bessere Platzierung.

Nach der Disqualifikation rückte Soberania auf den mit 17.130 Euro dotierten vierten Platz vor, auch Wertheimers Plumania und Wildensteins Board Meeting rückten einen Platz auf.

‚Das war eine tolle Vorstellung von Soberania. Der Jockey sagte, dass die Behinderung sie ganz sicher eine Platzierung gekostet hat. Für die Stute gibt es nun drei Optionen: den Prix de l’Opera, den Breeders‘ Cup Fillies and Mare oder ein Gruppe I-Rennen in Italien. Sie wird auch im kommenden Jahr im Rennstall bleiben‘, hieß es von Karlshofer Besitzerseite.

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