Er zählt bereits 6 Jahre. Doch Alter schützt anscheinend nicht vor einer hervorragenden Leistung. Gemeint ist Stall Salzburgs groß gesteigerter Wallach Northern Glory. Im mit 20.000 Euro dotierten und über 2800 Meter führenden KABA Steher Cup am Mittwoch in Iffezheim sorgte der Rainbow Quest-Sohn nicht nur für eine stramme Pace, er siegte auch in einer äußerst spannenden Zielankunft.
Es war ein Wimpernschlagfinale unter Karoly Kerekes vor dem noch sehr schnell endenden Caudillo, der Höny-Hoferin La Tournesol und dem lange chancenreicher aussehenden El Comodin. Ohne Möglichkeiten blieb der dreijährige Frantic Storm, der als 32:10- Favorit gestartet war.
Karoly Kerekes servierte dem Sieger, der es zuletzt noch auf Gruppe I-Level im Dallmayr-Preis zu schwer angetroffen hatte, in einer sehr spannenden Steher-Prüfung ein Rennen von der Spitze aus. Ständig musste sich Northern Glory, der in der Zielgeraden bis zum Pfosten ein Herz wie ein Löwe zeigte, erst eines Gegners erwehren, denn auf der Zielgeraden sah es lange nach einem Zweikampf mit El Comodin aus.
Auf dem äußeren Flügel wirkte schließlich La Tournesol brandgefährlich, in deren Fahrwassser es jedoch der Bolte-Schützling Caudillo noch besser konnte. Für den Acatenango-Sohn hätte es übrigens durchaus noch etwas weiter gehen dürfen.
Der Richterspruch lautete: Hals – Nase – Kopf und sagt alles aus über diese äußerst spannende Zielankunft in diesem Listenrennen. Kompliment an den Trainer Wolfgang Figge, der diesen Rainbow Quest-Sohn in bemerkenswerter Art und Weise zu steigern vermochte. Es war bereits dessen vierter Treffer in der laufenden Saison, die neben dem Diana-Erfolg von Night Magic wieder um einen weiteren Top-Treffer für den Stall Salzburg reicher ist.
Nach dem Rennen meinte Wolfgang Figge (Foto): „Northern Glory zog immer wieder an, war eigentlich während des gesamten Rennens unter Druck und hat immer wieder zurück gekämpft. Wir machen wohl auf ähnlichen Distanzen weiter, auch wenn der weitere Weg noch offen ist.‘
Henk Grewe, Reiter des Zweitplatzierten Caudillo: „Mitte der Geraden dachte ich, nichts mehr abzubekommen. Doch dann zog er plötzlich noch mal riesig an. Ein tolles Gefühl“.
Waldemar Hickst, Trainer von Frantic Storm sagte: „Wir haben einen idealen Rennverlauf gehabt. Frantic Storm kam einfach nicht mehr weiter“.











