Goldikova schlendert zum Marois-Erfolg und Irian Vierter

Goldikova war im Prix Jacques le Marois die absolute Sensation. Die Wertheimer-Stute kam zu ihrem sechsten Gruppe I-Sieg in der Top-Meilen-Prüfung von Deauville, dem Highlight des August-Meetings im französischen Seebad. Unter Olivier Peslier deklassierte die Lady die Konkurrenz, ließ auch dem Deutschen Irian nicht den Hauch einer Chance und siegte mit sechs Längen Vorsprung!

Der für das Gestüt Schlenderhan antretende Irian (Stephane Pasquier) galoppierte immer in Reichweite von Goldikova (Sieg-Toto 17:10). Aber als diese vorne ihre Show abzog, hatte der Tertullian-Sohn auch ganz klar das Nachsehen, konnte am Ende hinter Aqlaam (Richard Hills) und Virtual (Jimmy Fortune) aber immerhin den vierten Platz erreichen.

Auch der vierte Platz von Irian (34.260 Euro Preisgeld, PMU-Toto 130:10) ist aller Ehren wert, denn das Marois-Feld war schon absolute Spitzenklasse.

‚Auf 1600 Metern auf schnellem Boden braucht sich diese Ausnahmestute vor keinem Pferd auf dieser Welt verstecken. Wir blicken nun gen Santa Anita, wo eine Titelverteidigung in der Breeders Cup Mile ansteht. Vorher könnte sie noch einmal in Frankreich oder England laufen‘, so Siegtrainer Freddie Head.

Der Touch Down-Sohn König Bernard aus dem Stall von Werner Baltromei steuerte am Sonntag in Deauville das Grand Handicap an, das zudem Listenstatus besaß und mit 100.000 Euro dotiert war.

Im 19er-Feld setzte sich nach einer heißen Kampfpartie Grey Soldier unter Johan Victoire für den spanischen Coach Luis Grajales durch. König Bernard (D. Boeuf), der sogar als Favorit gestartet war, marschierte wie immer prominent, konnte nach 1600 Metern auf der geraden Bahn aber kein Platzgeld abbekommen, obwohl er keine drei Längen hinter dem Sieger über die Linie stürmte.

Die weiteren Deutschen oder Ex-Deutschen im Aufgebot, Masquenada (Werner Baltromei/Jerome Lermyte), A Million Dollars (Freddie Head, saß unter Davy Bonilla im entscheidenden Moment hoffnungslos fest) und auch Malachito (Cedrik Boutin/Alexis Badel) konnten ebenso kein Euro verdienen.

Der von Andreas Wöhler vorbereitete Brusco (140:10) hatte in einem Deauville-Listenrennen, das nur fünf Starter am Ablauf sah, unter Dominique Boeuf nichts mit der Entscheidung zu tun und wurde Vierter. Er verdiente immerhin noch 5.500 Euro mit dieser Vorstellung in diesem 3000-Meter-Rennen.

Letztes Pferd im Siebenerfeld wurde Mario Hofers Parisella (G. Mosse, 170:10) in einem 55.000 Euro Listenrennen über 1400 Meter. Die Key of Luck-Tochter bestritt ein Zweijährigenrennen.

Im letzten Deauville-Rennen sah lange alles nach einem Treffer für Deutschland aus. Caerleon Wind war unter Christophe Soumillon in einem Course E (1500 Meter, 25.000 Euro) schon klar vorne, doch die dreijährige Wöhler-Chance wurde noch wenige Meter vor dem Ziel von Ribadesella (J. Claudic) für den Sieg abgefangen und wurde als 46:10-Favirit Zweiter, was ihm immerhin 5.000 Euro Preisgeld einbrachte.

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