Bitterer Saratoga-Tag: Quijano Sechster, Lauro Letzter!

In sieben verschiedenen Ländern hatte der Fährhofer Star-Wallach Quijano bislang sein Können demonstriert. Und nach der erstklassigen Vorstellung in den Man O´War Stakes vor wenigen Wochen war sein Ziel am Samstagabend erneut Amerika. Unter Andrasch Starke wollte der von Peter Schiergen trainierte Acatenango-Sohn wieder Ehre für Deutschland einlegen. Dieses Ziel hatte auch der Ittlinger Lauro vor Augen, den Andreas Wöhler mit Jorge Castellano ebenfalls nach Saratoga beordert hatte.

Doch das mit 500.000 Dollar ausgestattete Sword Dancer Invitational, eine Grade I-Prüfung über 2400 Meter, endete aus deutscher Sicht mit zwei herben Schlappen. Weder Quijano, noch Lauro konnten um den Sieg mitsprechen, geschweige denn einen vorderen Platz erobern.

Nach 2:25,43 Minuten war der US-Traum für unsere beiden Hoffnungsträger aus und vorbei. Quijano (52:10) blieb als Sechster ebenso klar unter seinen Möglichkeiten wie Lauro (82:10), der als abgeschlagener Letzter die Ziellinie auf der festen Grasbahn von Saratoga passierte.

Was war geschehen? Lauro setzte eine flotte Fahrt und wurde wie von der Pistole geschossen in Front beordert. Dort wurde der Ittlinger sofort von dem wie Quijano von Acatenango stammenden Musketier und dem von Frankreich nach Amerika (zu Todd Pletcher) gewechselten Americain begleitet.

Hinter dem Wertheimer-Ass klaffte eine Lücke von drei Längen zu Quijano, der ziemlich pullte, und Teling, einem 340:10-Außenseiter, den Javier Castellano für Trainer Steve Hobby steuerte. Grand Couturier, der die Prüfung zweimal hintereinander gewonnnen hatte, galoppierte in einem weit auseinandergezogenen Feld am Schluss.

Und die Tempofahrt von Lauro war spätestens im Schlussbogen beendet, hier wurde der Hengst sofort überlaufen und schließlich im Einlauf ganz ans Ende durchgereicht. Musketier hatte kurz die Spitze, doch eingangs der Geraden startete Andrasch Starke mit Quijano seinen Angriff. Einen Moment lang eroberte der Fährhofer die Pole-Position, aber das war es dann auch.

Zwar mischte er kurz noch für eine Platzierung mit, doch schnell war der Akku leer und wurde der Wallach von mehreren Pferden verdrängt.

Innerhalb weniger Galoppsprünge setzte sich Telling schließlich von der Konkurrenz ab, während der Veteran Better Talk Now noch sehr schnell wurde, es aber nur auf den Ehrenplatz schaffte. Der ebenfalls schon sehr betagte Brass Hat flog noch auf Rang drei, knapp vor Gentleman Chester, womit ausschließlich Außenseiter und Pferde, von denen unterwegs noch nicht viel zu sehen gewesen war, auf den vorderen Plätzen einkamen.

Tellimng landete mit einigem Abstand sein bisheriges Karriere-Highlight, denn zuletzt war er im Arlington Handicap nur Fünfter geworden. Der vom Darley Stud gezogene fünfjährige AP Indy-Sohn stellte sämtliche Vorleistungen auf den Kopf!

45.225:10 zahlte die Sensationsdreierwette. Quijano spannte zuletzt klar aus, ihm blieb nur Rang sechs, noch klar vor dem völlig nachlassenden Lauro.

Enttäuschung im deutschen Lager, aber auch bei Grand Couturier (Fünfter), der nie richtig vom Ende wegkam und Americain (Siebter), der schon Ende Gegenüber mit seinem Latein am Ende war. Nun wird man erst einmal Ursachenforschung betreiben und diese Vorstellungen analysieren. Ein bitterer US-Tag für unsere Equipe!

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