Beim ersten US-Start: Quijano trifft auf acht Kandidaten

Am Samstag startet Deutschlands Turf-Globetrotter Quijano (Foto beim Training in der Ferne) nun erstmals in Amerika. Die Man O’War Stakes auf der Rennbahn Belmont Park hat man für den Fährhofer Star-Wallach als nächste Aufgabe nach seinem zweiten Gran Premio di Milano-Sieg ausgesucht.

Doch in dem 2200 Meter-Grade I-Rennen auf der Grasbahn, in dem insgesamt 500.000 US-Dollar an Preisgeldern ausgeschüttet werden, trifft der Acatenango-Sohn aus dem Asterblüte-Stall auf bärenstarke Konkurrenz.

Acht Konkurrenten stellen sich ihm in den Weg. Ein Ass davon ist Gio Ponti, der ein absoluter Spezialist für die Bahn im Belmont Park ist und zuletzt mit der Frank E. Kilroe Mile in Santa Anita und dem Manhattan Handicap vor Ort zwei Grade I-Rennen gewann.

Der Schützling von Trainer Christophe Clement wird mit guten Chancen ins Rennen gehen, er startet allerdings zum ersten Mal über 2200 Meter, war zuletzt auf 2000 Metern erfolgreich. Sein Markenzeichen ist sein enormer Endspeed, denn bei beiden Siegen kam er von weit hinten.“

Der Sechsjährige Dancing Forever, ein Rahy-Sohn aus dem Stall von Claude McGaughey, gewann im Vorjahr im Belmont Park das Manhattan Handicap, war dann Dritter im Breeders‘ Cup Turf und dabei immerhin vor einem Klassepferd wie Soldier of Fortune.

Allerdings kommt Dancing Forever aus einer Pause. Roberto Ribaudos Grand Couturier startet bereits zum dritten Mal in den Man O‘ War Stakes, in denen er bei den letzten beiden Austragungen die Plätze drei, bzw. sechs belegt hat. Der Grand Lodge-Sohn gewann mit Sword Dancer Invitational und Joe Hirsch Turf Classic Invitational im letzten Jahr zwei Grade I-Rennen, bevor er im Breeders‘ Cup Turf Letzter wurde.

Bei seinem späten Saisondebüt hatte er in den Monmouth Stakes in Monmouth Park als Fünfter noch keine Chance, war u. a. hinter dem bei uns noch bestens bekannten Silvano-Sohn Proudinsky. Eine ganz harte Nuss dürfte auch der von Neil Drysdale trainierte Marsh Side sein, mit dem Quijano sich schon zweimal auseinanderzusetzen hatte, wobei er in beiden Fällen den Kürzeren zog.

Im letzten Jahr trafen sich beide im Canadian International in Woodbine, das Marsh Side gewann und Quijano, der allerdings nicht das beste Rennen hatte, als Neunter beendete. Im Dubai Sheema Classic in Nad Al Sheba war es in diesem März dann nur ein Kopf, der zwischen beiden lag, als Marsh Side Fünfter und Quijano Sechster wurde.

Als aktuelle Form bringt Marsh Side einen zweiten Platz aus dem Manhattan Handicap mit, in dem Gio Ponti zu stark für ihn war. Die Farben von Khalid Abdullahs Juddmonte Farm wird Midships tragen. Der Vierjährige wurde im Vorjahr noch in England von Amanda Perrett trainiert. Nun ist Star-Trainer Bobby Frankel sein Betreuer. In Amerika startete Midships mit einem dritten Platz im Hollywood Derby.

In dieser Saison ist er bei drei Starts noch ungeschlagen, wober er zuletzt im Charles Whittingham Memorial Handicap im Hollywood Park auch auf höchstem Grade-Level punktete.

Der Acatenango-Sohn Musketier, frischer Sieger in einem Grade III-Rennen, wird sicher für eine stramme Pace sorgen. Interpatation gilt dagegen als großer Außenseiter.

Aus Frankreich, genauer gesagt aus dem Stall von Carlos Laffon-Parias, reist im Neunerfeld Chinchon an, der sich immer weiter gesteigert hat und zuletzt guter Zweiter im Grand Prix de Chantilly war. Es ist also ein absolutes Top-Feld, in dem sich Quijano am Samstag beweisen muss. Doch das ist der Siebenjährige längst gewohnt.

Um 22:12 Uhr deutscher Zeit am Samstagabend öffnen sich die Boxen in Belmont Park, Quijano ist eines von nur zwei Pferden im Neunerfeld, das ohne Lasix auf den 2200 Metern unterwegs sein wird.

Asterblüte-Coach Peter Schiergen flog bereits am Donnerstag in die US-Metroplole, während Jockey Andrasch Starke erst am Freitag den Flieger Richtung Belmont Park nimmt. ‚Quijano ist ein gutes Reisepferd. Das ist schon ein Vorteil für uns. Wenn er wie zuletzt überzeugt, ist es gut möglich, dass er weitere Starts in Amerika bestreiten wird‘, sagte Peter Schiergen.

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