Der gro?e Sand-Sonntag des Hans-Heinrich J?rgensen

Die Aufgabe schien nur eine Pflichtaufgabe zu sein. 14:10 stand der Sandbahn-Veteran Grantley am Sonntag auf seiner Lieblingsbahn in Neuss in einem Altersgewichtsrennen. Doch der Elfmeter ging daneben.

Der Schützling von Heinz Hesse fand seinen Meister in dieer 1900 Meter-Prüfung, die als Aufgalopp für den Sandbahn Grand Prix gedacht war, in dem vierjährigen Protektor-Sohn Fortec.

Trotz der permanenten Attacken von Hana Mouchova auf Grantley (Heinz Hesse: ‚Ich bin schon etwas überrascht, aber er geht dennoch in zwei Wochen in den Grand Prix‘) zog Fortec immer wieder an.

Der 98:10-Außenseiter stellte alle Rechnungen Kopf. Zuletzt war er noch im Ausgleich IV platziert gewesen! Locker mit dreieinhalb Längen rackerte er Grantley nieder, während Major Key als Dritter erst spät passen musste. Hans-Heinrich Jörgensen trainiert den Sieger in Großenkneten. ‚Wir greifen mit Fortec jetzt im Grand Prix an‘, kündigte er ein neues Duell mit Grantley bereits an.

Besonders freuen konnte sich Reiterin Maria Papke, die auf Fortec ihren 50. Karrieretreffer markierte und ab sofort Jockey ist. ‚Mit einem Sieg hatte ich nicht gerechnet, aber wenn er vorne ist, zieht er immer wieder an‘, kommentierte Hans-Heinrich Jörgensen.

Für den Besitzertrainer war es ein ganz großer Tag. Denn sein Second Set-Sohn Black out (Foto, Marvin Suerland) degradierte als 35:10-Mitfavorit im Dreijährigen-Rennen die Konkurrenz mit gewaltigem Antritt zu Statisten. ‚Ich hatte mit einem Sieg gerechnet, das ist ein sehr gutes Pferd. Jetzt bekommt er eine Pause‘, verriet Jörgensen.

Suerland ließ den Fuchs, der am Hessentor noch ungeschlagen ist, richtig marschieren, nahm dann Ende Gegenüber etwas Tempo heraus, um sich vor der Geraden auf Nimmerwiedersehen von Ruby Light aus dem Schiergen-Stall und Shivas zu verabschieden.

Einen verdienten Treffer schaffte der Schimmel Lava Rock (53:10/Emrah Kurdu) in einem Steher-Handicap gegen die nie nachlassende Running Girl. Kurdu machte im letzten Rennen mit dem Favoriten Giant Rock (25:10), der auch eine Überprüfung überstand, ein Doppel perfekt.

Eine Top-Vorstellung zeigte aber der Siebenjährige Allez Frank (Alexander Pietsch/Zweiter Tagessieg für Christian von der Recke) in einem 2300 Meter-Altersgewichtsrennen. Der Richterspruch lautete zwar nur ‚hochüberlegen, acht Längen‘, aber er hätte auch wesentlich weiter vor Saint Jean und Nightbitch sein können.

Krass baute der 13:10-Favorit Arkando ab, der lief, als ob etwas nicht stimmen könnte. ‚Dafür haben wir keine Erklärung, heute morgen war er noch frisch und munter‘, sagte Assistenztrainer Kiki Trybuhl.

Völlig formgemäß verlief die Wettchance des Tages mit wenigen Formpferden. Mit einer Nase Vorsprung rettete sich Ana Bodenhagens Pawnbroker (Stephan Hellyn/45:10) vor dem heranstürmenden Kara´s Boss ins Ziel, dahinter kamen mit Larini und Shoes Boy weitere stark gewettete Pferde ins Ziel.

Die Viererwette zahlte daher nur 1941:10 Euro. Hellyn machte sich damit am 22. Geburtstag selbst das schönste Geschenk. Beim Umsatz gab es eine positive Nachricht: Mit 203.584 Euro wurde die die Schallmauer von 200.000 Euro geknackt.

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