St. Moritz: Zwei deutsche Siege und Piechuleks 50. Erfolg

Sensationeller Schnee-Auftakt beim ersten Meetingssonntag in St. Moritz: In der einleitenden Prüfung schaffte der junge Rene Piechulek (Foto) einen Sieg, an den er sich noch lange zurückerinnern wird. Im Grand Prix Handels- und Gewerbeverein St. Moritz, einem mit 20.000 Franken dotierten 1100 Meter-Rennen, absolvierte er seinen ersten Ritt auf dem zugefrorenen See überhaupt.

Bemerkenswert: Er startete gleich voll durch und siegte mit dem von Christian von der Recke vorbereiteten Coseadrom. An der Innenseite entwickelte der Außenseiter große Reserven und verwies Atlantic Dancer mit eineinviertel Längen sowie die Trainingsgefährtin Zoom (Torsten Mundry; war einen weiteren Hals zurück) auf die Plätze. Es war der 50. Erfolg für Rene Piechulek, der sich nunmehr Jockey nennen kann.

‚Die Klasse für so etwas hat er. Coseadrom wird noch einmal hier laufen‘, erklärte Christian von der Recke aus dem sonnigen, aber windigen St. Moritz. Die Wetter durften sich über eine Super-Siegquote von 248:10 (44:10 auf Platz) freuen!

Sogar einen deutschen Doppelerfolg sah man im Grand Prix American Airlines (15.000 Franken, 1600 m). Mit einer Weile Vorsprung dominierte Rushing Dasher (jetzt im Besitz des schweizerischen Stalles Weissenstein, in Training bei Andreas Wöhler) unter Jozef Bojko Start-Ziel zur Quote von 39:10 die Prüfung vor Vegano (Torsten Mundry/Christian von der Recke). Dritter wurde Song of Victory. Das Team Bojko/Wöhler war erstmals in St. Moritz im Einsatz und konnte gleich jubeln.

Zahlreiche Stürze gab es im Skikjöring, die jedoch glimpflich verliefen. Auch Christian von der Reckes King Edward (Harald Kronseder) konnte den Kurs nicht beenden, während Oakmont (Andy Willy/Pavel Vovcenko) Fünfter wurde. Es siegte der Franzose Odin (87:10) mit Silvio Staub an den Leinen, der vor zehn Jahren einmal der ‚König des Engadin‘ war.

Fest in Schweizer Hand blieb der Grand Prix Sport Mind (23.000 Franken, 1800 m). Der von Miro Weiss ins Rennen geschickte Balor (Robert Havlin, 103:10) setzte sich überzeuhend mit vier Längen gegen die beiden Bocskai-Vertreter Ailton und Quiron (Torsten Mundry) durch. Quiron erhielt inzwischen den Sieg im letztjährigen Großen Preis, da der damalige Gewinner First Time wegen Dopings nun disqualifiziert wurde.

Vom letzten Platz stürmte Britannic (Rene Piechulek/Christian von der Recke) auf Platz vier. Dagegen enttäuschte der Schnee-Novize Simonas (Jozef Boko/Andreas Wöhler) als Neunter völlig. Früh war zu erkennen, dass sich der Schimmel auf diesem Untergrund nicht wohl fühlte.

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