Die Transporter rollen: Deutsche Asse fahren nach Milano

Pferdetransporter gehören in Köln-Weidenpesch zum ganz selbstverständlichen Bild auf den Verkehrsstraßen. An diesem Freitagmorgen wird das nicht anders sein. Allerdings sind die Insassen diesmal sogar noch hochkarätiger als zu manch anderer Gelegenheit.

Via Baden-Baden macht sich auf den Weg nach Mailand. Im Bauch des Wagens befinden sich der Ittlinger Pomellato und der dreifache Gruppe I- Sieger Schiaparelli (Foto). Sie werden in Begleitung von Josef Nemec und Zsolt Rab den San Siro-Kurs ansteuern.

Nach einer Nacht auf dem Rennbahngelände in Iffezheim beginnt für die Starter des Grand Criterium und des Gran Premio del Jockey Club die letzte Etappe.

Weder Pomellato noch Schiaparelli sind bislang auf einer Bahn im Ausland gelaufen, bei dem Zweijährigen ist es gleichzeitig der erste Gruppe I-Start.

„Es ist eine große Umstellung für die Pferde, gerade in Italien an den Start zu gehen“, klärt Zolti Rab, Peter Schiergens Reisefuttermeister, auf. „Man muss 50 Minuten vor dem Start schon auf der Bahn sein, in Mailand bedeutet das, sich eine Stunde vor dem Rennen auf den Weg zu machen. Wer eine Minute zu spät kommt, ist raus.“ Das wäre gerade bei einem Gruppe I- Rennen fatal, dann sind alle Strapazen und Kosten umsonst.

„Schiaparelli ist gemeinsam mit Quijano auf der Sandbahn gegangen. Dabei haben sich beide sehr gut verkauft“, beschreibt Assistenztrainerin Ilke Hildebrand zufrieden die Abschlussarbeit.

„Pomellato ist zum Durchpusten am Montagmorgen noch einen Spritzer gegangen. Er sieht noch sehr gut im Fell aus.“
„Schiaparelli macht einen sehr frischen Eindruck, hat das letzte Rennen gut verkraftet. Wir fahren mit Mumm nach Italien“, erklärt Peter Schiergen Pomellato wird wahrscheinlich auf einen italienischen Seriensieger (Farrel) und mehrere gute Engländer und einen Iren treffen.

Die Frage, weshalb Pomellato keine Nennung für den zeitgleich stattfindenden Preis des Winterfavoriten bekommen habe, beantwortete der Coach mit einem Lächeln: „Zum Zeitpunkt des Nennungsschlusses war Pomellato noch richtig klein, hat sich dann aber von Woche zu Woche entwickelt, ist mächtig gewachsen und hat ausgelegt.“

Anders war der Fall bei Schiaparelli, denn schon von Kindesbeinen überragte der Hengst seine Altersgenossen, ist auch heute noch als Riese im Führring zu erkennenn.

Nächste Renntage

Galopprennen in Deutschland
Sa., 30.05.Leipzig
So., 31.05.Düsseldorf
Do., 04.06.Baden-Baden
Sa., 06.06.Baden-Baden
So., 07.06.Baden-Baden
Galopprennen in Frankreich
Di., 26.05.Auteuil, Evreux