Es gibt doch einen Turfgott. Georg Baron von Ullmann hat nun doch seinen Gruppe I-Sieger am Arc-Wochenende. Und gerechnet hat damit niemand. Toylsome hat den Prix de la Foret gewonnen. Sie haben richtig gelesen. Gleich noch einmal, weil diese Sensation so schön ist: Toylsome hat den Prix de la Foret gewonnen.
Der achtjährige Toylsome schaffte in Longchamp eine der größten Überraschungen der deutschen Turfgeschichte. Als 513:10-Außenseiter gewann der Hengst in 1:22,50 Minuten das mit 250.000 Euro dotierte Gruppe I-Rennen. 142.850 Euro wandern auf das Konto von Georg Baron von Ullmann, der seinen Sieger natürlich selbst vom Geläuf abholte.
„Das ist einfach sensationell. Ein Gruppe I-Rennen zu gewinnen ist immer gigantisch. Dann noch am Arc-Wochenende mit unserem Liebling Toylsome, das ist etwas Besonderes“, so der Baron gegenüber GaloppOnline.de. Der Banker weiter: „Er ist ein alter Herr, der uns sagt, was er will. Momentan ist er einfach in der Form seines Lebens.“
Besonderen Dank sprach der Kölner Jockey Stephane Pasquier aus: „Er hat uns nach dem Kölner Rennen gesagt, dass Toylsome in dieses Rennen gehört und wir es ruhig versuchen können. So beindruckt war Stephane in Köln von Toylsome.“ Dieser wird von Jens Hirschberger trainiert, der den Erfolg am Bildschirm mit verfolgte.
‚Er ist ein tolles Pferd. Es war geplant von vorne zu gehen, und er marschierte einfach immer weiter‘, so Jockey Stephane Pasquier nach dem ersten von sieben Gruppe I-Rennen am Arc-Wochenende.
Auf dem zweiten Platz hinter Toylsome (eines von 25 Rennpferden in Training von Georg Baron von Ullmann), der es wie in Köln mit der Reißaus-Taktik versuchte, landete 2 1/2 Längen zurück mit Welsh Emperor ein weiterer Außenseiter, erst dann kam mit Marchand D’or einer der Favoriten über die 1400 Meter-Linie.
Bei der englischen Wettbörse Betfair wurde Toylsome noch kurz vor dem Start für Kurse von bis zu 2000:10 gehandelt! Sogar auf Platz gab es Kurse um die 500:10. Auf der Pariser Bahn zahlte der Hengst auf Platz 88:10. Die Wetter, die die Dreierwette mit Toylsome getroffen hatten, kamen mit einer Quote von 76.027:10 aus dem Feiern nicht mehr heraus.
Kurios: Beim drittletzten Start agierte Toylsome noch als Pacemaker für Manduro, spielte für diesen im Prix Jacques le Marois den Hasen. „An einem Tag wie heute vergisst man das Drama mit Manduro natürlich für einige Minuten“, strahlte Baron von Ullmann gegenüber dem französischen Fernsehen.











