48.067 Euro. Das ist nach dem Großen Preis der Nürnberger Versicherungsgruppe die Gewinnsumme des dreijährigen Hengstes Champus. Der 111:10-Außenseiter schnappte sich nach einem klasse eingeteilten Ritt von Mario Esposito das erste Highlight am Mittwoch in Riem, eines von zwei mit 50.000 Euro dotierten Rennen.
Diese sind auch bekannt als „höchstdotierte Handicaps“ Deutschlands, Listensieger und gruppeplatzierte Pferde sind in dem in erster Linie über Nennungen finanzierten Rennen ausgeschlossen.
Im ersten dieser beiden Events, über die Meile ausgetragen, siegte der von Christian von der Recke trainierte Banyumanik-Sohn Champus vor der Vorjahressiegerin Wonderful Day und sorgte für den bisher wichtigsten Treffer im Trainerjahr des Weilerswister Coaches.
Champus, der sein drittes Rennen gewann und auf einen Schlag 27.000 Euro verdiente, war zuletzt Fünfter in Newmarket gewesen, trumpfte zuvor in dieser Saison bereits in gut dotierten Rennen in Holland und Frankreich auf. Der Hengst von Besitzerin Beate Schmitz, deren Familie auch als Züchter von Champus verantwortlich zeichnet, gewann leicht mit einer Länge.
„Gegen diesen Sieger war hier heute kein Kraut gewachsen“, so Münchens Rennbahnkommentator Willi Zwingmann nach dem sicheren Erfolg des vierjährigen Wallachs Sereth (17:10-Favorit), der sich den zweiten 50.000er locker schnappte.
Für den Ritt auf dem nun dreifachen Sieger ließ die Familie Ullmann eigens Starjockey Olivier Peslier nach Riem einfliegen. Dieser ließ dann auch nichts anbrennen und schickte Sereth (Foto) bereits eingangs der Geraden auf die Siegerstraße.
Für den zweiten Platz flog noch die fünfjährige Shades of Beige (Karoly Kerekes) heran, die erst vor einer Woche in einem Grupperennen in Frankreich als Letzte chancenlos über die Linie trudelte.
Für den zweiten Platz der von Erika Mäder trainierten Timber Country-Stute werden Graf und Gräfin von Stauffenberg immerhin 11.600 Euro überwiesen. Dritte wurde Belle Hernando, die unter Andreas Boschert mit zunehmender Strecke immer besser ins Rennen fand.
Das Zweijährigen-Rennen, die erste Prüfung an einem sonnigen Tag in München, ging nach 1400 Metern an die dritte Favoritin Little Lady (65:10). Die Dashing Blade-Tochter steigerte ihr Debüt deutlich und sorgte in den Farben des Turf Syndikats 2007 für einen Treffer des Kölner Stalles von Andreas Trybuhl.
Im Sattel der Stute, die die Montjeu-Tochter Violet Sky nach Kampf besiegte, saß Andreas Boschert. Die vor Ort trainierte Wettmarktfavoritin Joconde (18:10) konnte den beiden vorderen Stuten nie gefährlich werden und wurde weit zurück Dritte.
Ein Rennen später konnte sich Manfred Hofer, Chef des Turf Syndikats, gleich wieder freuen. Bei ihrem sechsten Start gewann die Halling-Tochter Syllable, trainiert von Mario Hofer, endlich ihr erstes Rennen. Die Stute, die in den Farben von Manfred Hofers Filly Syndikat angetreten war, zahlte unter Andreas Boschert 17:10 auf Sieg.











