Nachdem die letzten zwei Auflagen des Berberis-Rennens mit Rolling Home und Nordic Thunder an Hengste gingen, hatten die Ladies das Listenrennen auf dem Raffelberg am Mittwoch wieder fest im Griff.
In einem packenden Finale siegte nach 1400 Metern die Montjeu-Tochter Themelie Island vor der heranfliegenden Briseida. Erst dann kam mit Sehrezad ein Hengst über die Linie des mit 20.000 Euro dotierten Rennens.
In dieses war Briseida unter Filip Minarik als klare 17:10-Favoritin gegangen, galoppierte unterwegs an dritter Stelle. Doch als es im Einlauf zur Sache ging, war zunächst nichts von der „Heißen“ zu sehen.
Erst auf den letzten zweihundert Metern wurde die Pivotal-Tochter des Stalles Litex, die bis vor wenigen Wochen noch bei Hans-Albert Blume stand, richtig schnell. Doch das war zu spät. Nichts wurde es mit dem nächsten Zweijährigen-Treffer für Trainer Peter Schiergen.
Unter Adrie de Vries feierte Themelie Island auf weichem Boden (5,8) ihren zweiten Sieg in Mülheim, hatte bereits Ende Juli ihre Maidenschaft auf dem Raffelberg abgelegt. Nach ihrem Debütsieg startete die Stute in der Maurice Lacroix-Trophy in Baden-Baden, wurde rund sieben Längen hinter Pomellato Fünfte.
Am Toto zahlte die von Andreas Trybuhl (gewann kurz zuvor auch das Zweijährigen-Rennen in München) trainierte braune Stute 70:10. Die Siegerin könnte nun erneut die Reise nach Baden-Baden antreten und sich im Preis der Winterkönigin versuchen.
‚Das Rennen steht für sie noch auf der Agenda. Der Pfosten stand heute für sie genau richtig, der Jockey hat ein Superrennen geritten‘, so Andreas Trybuhl, der Trainer der Siegerin.
Auch Briseida könnte die Winterkönigin anpeilen, die 1600 Meter in Iffezheim kommen der Stute sicher entgegen. Nach 1:30,64 Minuten landete die Stute einen kurzen Kopf hinter Themelie Island.
Eindreiviertel Längen zurück folgte Sehrezad, fünf Längen dahinter wurde Mona Lisa Vierte, verdiente immerhin noch 500 Euro in dem auf acht Pferde minimierten Rennen (Dragon Days war Nichtstarter). Der Co-Favorit Earl of Fire konnte keine Akzente setzen und endete auf Platz sieben. Auf dem von Werner Baltromei trainierten Hengst war William Mongil für Dominique Boeuf eingesprungen, der seinen Flieger verpasst hatte.
Mit Montjeu (Decktaxe 125.000 Euro), dessen Sohn Authorized am Sonntag klarer Favorit für den Arc ist, Pivotal (Decktaxe 85.000 Pfund) und Titus Livus (Decktaxe 6.000 Euro) stammen die drei Erstplatzierten jeweils von im Ausland stationierten Deckhengsten ab.












