Die deutsche Vollblutzucht schießt weiter aus allen Rohren. Noch bevor das aus Deutschland stammende beste Pferd der Welt, Manduro, auch nur einen Schritt in die Startbox setzte, gab es einen Gruppe II-Doppelschlag für die hiesige Zucht zu vermelden. Den Auftakt machte am Freitag Four Sins.
Unter Mick Kinane gewann die dreijährige Sinndar-Tochter die Blandford Stakes (Gruppe II, 2000 Meter) auf dem Curragh. In einem Wimpernschlagfinale hatte die 32:10-Chance das bessere Ende für sich, feierte ihren bereits zweiten Gruppesieg.
Four Sins wird in Irland von John Oxx für den Aga Khan trainiert und stammt aus der Zucht von Graf und Gräfin Stauffenberg. Für 120.000 Euro hatten diese Four Sins als Jährling an den Aga Khan verkauft.
Ebenfalls als Jährling wechselte McCartney (Foto) vom Gestüt Brümmerhof in den Besitz von Sheikh Mohammed. Und die von ihm investierten 90.000 Euro haben sich längst ausgezahlt. Im Stil eines besseren Pferdes gewann der Hengst aus dem letzten Jahrgang von Soldier Hollows Vater In The Wings am Samstag in Doncaster beeindruckend die Urban-I-Champagne Stakes (Gruppe II, 1400 Meter).
McCartney, der zuvor ein Listenrennen gewonnen hatte, verdiente bei dem Erfolg unter Ryan Moore knapp 60.000 Pfund und zahlte 90:10 auf Sieg. Am Morgen notierte der von Mark Johnston trainierte Hengst aus der Dashing Blade-Stute Messina noch bei 150:10, einen Kurs, zu dem er in England nun für die 2000 Guineas im kommenden Jahr angeboten wird. Auf einen Derbysieg von McCartney in England gibt es bei einigen Buchmachern sogar noch weniger.
„Das war eine tolle Leistung, er hat seine Gegner zerstört. Und das in diesem stark besetzten Rennen. Er könnte nun in der Racing Post Trophy laufen“, hieß es nach dem Rennen aus dem Lager von McCartney, der schon bald unter dem Godolphin-Banner antreten könnte.












