In den letzten drei Jahren ging das BBAG Auktionsrennen in Düsseldorf stets an die Favoritin. Kahlua (17:10), Almerita (24:10) und Sybilia (20:10) trugen sich in dieser Reihenfolge als die jeweils am stärksten gewetteten Pferde in die Siegerliste des Rennens ein. Und es spricht nichts dafür, dass diese Serie am Sonntag reißt. Rein gar nichts. Zu deutlich erscheint die Überlegenheit der heißen Favoritin Peace Royal. Dass ihr Name überhaupt im Starterfeld auftaucht, verwundert ein wenig.
Nach ihrem imponierenden Maidensieg überzeugte Peace Royal als Zweite auch in der Maurice Lacroix-Trophy, blieb dabei nur hinter einem gewissen Pomellato, neben Precious Boy wohl Deutschlands aktuell bestes zweijähriges Rennpferd überhaupt. Eigentlich zielt man mit einer Stute solchen Kalibers dann für gewöhnlich auf andere Rennen.
50.000 Euro Preisgeld sind natürlich verlockend, doch wird das kaum der Hauptgrund für den Start sein, gehören zu der mehrköpfigen Besitzergemeinschaft von Peace Royal Größen wie Dr. Andreas Jacobs. Vielleicht passt das Rennen einfach nur gut in den Zeitplan der Stute. Diese wurde schließlich mit einer Nennung für den Prix Marcel Boussac ausgestattet.
Der Prix Marcel Boussac ist ein Gruppe I-Rennen am Arc-Tag, dotiert mit 350.000 Euro. Das Rennen findet in genau drei Wochen statt. Sollte Trainer Andreas Wöhler (Foto) mit Peace Royal also tatsächlich Paris ansteuern, könnte das Auktionsrennen als Aufgalopp dafür genutzt werden.
Für die Sholokhov-Tochter könnte das Rennen ohnehin nur zu einem härteren Trainingsgalopp werden, müssen die sieben Gegnerinnen der Stute schon über sich hinauswachsen, wollen sie eine echte Chance haben. Andrasch Starke wird im Sattel kaum etwas anbrennen lassen, und bisher hat noch keine Lady im Feld auch nur annähernd die Klasse der Favoritin aufblitzen lassen.
Nicht ungefährlich ist sicher Sina, die im Auktionsrennen in Baden nach einem wenig glücklichen Rennen noch mächtig auf Touren kam. Andreas Helfenbein sitzt im Sattel der Stute, die zumindest für den mit 11.000 Euro dotierten Ehrenrang allererste Chancen anmeldet.
Gleiches gilt für Time to Beat, auf der Andreas Suborics erstmals in einer größeren Prüfung für seinen neuen Chef Werner Baltromei anheuert. Die Areion-Tochter kam bei ihrem bisher einzigen Start zu einem sicheren Sieg, muss diese Form aber natürlich noch einmal steigern.
Neben diesen beiden meldet auch der englische Gast Easy Wonder Platzchancen an. Terry Hellier schwingt sich in den Sattel der Royal Dragon-Tochter, die in Baden-Baden den zweiten Rang erst auf den letzten Metern abgeben musste.
Sogar die Sechste bekommt noch 2.000 Euro, was sicher ein Grund dafür ist, weshalb mit Tapisserie und Have a nice day gleich zwei Debütantinnen mit von der Partie sind.












