Merrill Lynch Euro-Cup: Wer kann den Sturm stoppen?

Nach seinem Badener Gruppesieg ist Persian Storm ganz heißer Anwärter auf den Sieg im Merrill Lynch Euro-Cup. Doch ein Spaziergang wird es für den Ullmann-Hengst sicher nicht werden, denn mit dem Senex-Bruder Shrek, vor allem aber mit Wiesenpfad, der längst wieder zu seiner alten Stärke gefunden hat, kommen zwei Pferde an den Start, die jederzeit für den Sieg gut sind. Wiesenpfad, der es genau wie Persian Storm gerne linksherum mag, hat im Vorjahr in Frankfurt bereits den Hessen-Pokal gewonnen.

Sein Sieg im Preis der Sparkassen-Finanzgruppe in Baden-Baden war eine überzeugende Angelegenheit und mit Adrie de Vries im Sattel ist der Waky Nao-Sohn bei zwei Starts noch ungeschlagen. Dreieinhalb Kilo Gewicht muss Wiesenpfad Persian Storm geben, für wen man sich letztlich entscheidet, ist sicher Gefühlssache.

Vielleicht kommt der gefährlichste Gegner für Persian Storm aber auch aus dem gleichen Jahrgang, denn auch Andreas Wöhlers Shrek ist ein Pferd von hohem Format. Im April bereits im Frühjahrspreis des Bankhaus Metzler in Niederrad erfolgreich, lief er auch als Zweiter im Derby Italiano ein Bombenrennen. Im „Blauen Band“ in Hamburg-Horn landete Shrek auf dem sechsten Platz, im toten Rennen mit Persian Storm. Also könnte es auch am Sonntag wieder eng zwischen beiden werden.

Mit den drei genannten Pferden sollte die Favoritengruppe klar umrissen sein, doch chancenlos sind die anderen Starter sicher nicht. Da wäre Hans Blumes Fighting Johan, ein Hengst, der in seinem Stall stets einen guten Ruf genoss, und der mit Scheuklappen im Hannoverschen Auktionsrennen auf und davon ging. Natürlich wird von ihm nun ein weiterer Sprung verlangt.

Die Frankfurter Turfszene wird Clemens Zeitz‘ Lord Hill die Daumen drücken, der zuletzt unter ähnlichen Bedingungen hinter Persian Storm ein gutes Rennen lief und nicht unterschätzt werden sollte.

Wassiljew, der den Sprung auf Gruppeparkett in Baden noch nicht ganz geschafft hat, und Alpacco werden sicher als größte Außenseiter antreten. Bessere Möglichkeiten hat sicher der einzige Gast im Feld, der von William Haggas in Newmarket trainierte Charlie Cool.

Der Vierjährige hat in Grupperennen in seiner Heimat noch keine Rolle gespielt, hatte es zuletzt auf der Meile in Goodwood und Ascot aber auch mit sehr starker Konkurrenz zu tun. Der Rainbow Quest könnte durchaus zum Zünglein an der Waage werden.

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