Am frühen Sonntagmorgen um 00:04 Uhr deutscher Zeit holte Peter Schiergen Touch My Soul das letzte Mal vom Geläuf ab. In der 44. Auflage der Pucker Up Stakes startete die Dreijährige im Arlington Park zum letzten Mal für den Champion-Coach. Und Touch My Soul verabschiedete sich mit einer Superleistung von Turf-Deutschland!
Mit Platz zwei sagte sie „bye bye“ Peter Schiergen. Nur besiegt von Amerikas Champion-Zweijähriger des letzten Jahres: Dreaming of Anna. 2006 war diese bei vier Starts ungeschlagen und unter anderem im Breeders‘ Cup Juvenile Fillies erfolgreich.
Touch My Soul zeigte somit auch in der Niederlage eine hervorragende Leistung und feierte einen guten US-Einstand für das Team Valor. Die Amerikaner hatten die Braune, nachdem diese Nasenbluten in Köln erlitt, vom Gestüt Brümmerhof gekauft, gewannen mit ihr zuvor bereits ein Grupperennen in Hamburg (Foto links gegen Waky Love).
„Wir sind natürlich sehr zufrieden. Sie ist ein tolles Rennen gelaufen und von Amerikas Zweijähriger Ecplise Award-Siegerin geschlagen zu sein, ist sicher alles andere als eine Schande. Die Order war, sie aus der Reserve zu reiten, und das hat der Jockey auch gut gemacht. Er war sehr angetan von der Stute und ist sicher, dass sie ihren Weg in Amerika gehen wird“, kommentierte Peter Schiergen am Telefon gegenüber GaloppOnline.de.
Unmittelbar, nachdem sich die Boxen des 200.000 Dollar-Rennens an der 1800 Meter-Marke geöffnet hatten, übernahm Dreaming of Anna das Kommando, sorgte vorne für eine Flotte Fahrt. Rene Douglas galoppierte mit Touch My Soul den gesamten Weg über an sechster Stelle, rückte im Schlussbogen immer weiter auf, um innen an den Rails in der Geraden dann immer mehr Boden gutzumachen.
Auf den letzten Metern überlief die Tiger Hill-Stute noch Bel Air Beauty und schnappte sich das zweite Geld. Dreaming of Anna hatte zu diesem Zeitpunkt die Linie längst überquert, gewann das Gruppe III-Rennen souverän und wird den Breeders‘ Cup Fillies and Mares ansteuern.
„Die war vorne natürlich weg, da war von sechster Stelle nichts mehr zu machen. Touch My Soul hat aber toll gekämpft und zwischen den Pferden schön durchgezogen“, so Schiergen weiter.
Der Kölner baute seine gute Bilanz im Arlington Park aus, feierte vor einigen Jahren vor den Toren von Chicago auf der „Million-Bahn“ bekanntlich seinen ersten US-Sieg mit Chan Chan. Neben diesem zogen sich auch Soldier Hollow (Dritter in der Arlington Million) und Walzerkoenigin (Vierte in den Beverly D Stakes) sehr gut im Arlington Park aus der Affäre.
Für Platz zwei werden dem Team Valor, das die Stute nun in Kentucky trainieren lassen wird, 40.000 US-Dollar überwiesen. Auf Platz zahlte Touch My Soul (ohne Lasix am Start) 32:10, die Siegerin war mit 23:10 von den knapp 10.000 Zuschauern am Ladies Day zur Favoritin gemacht worden.












