Am 29. Juli ist Mi Emma zurück. Der Prix d’Astarte steht noch immer auf dem Fahrplan der 1000 Guineas-Siegerin. „Unser Plan ist es weiterhin, nach Deauville zu gehen“, so Trainer Andreas Wöhler, dessen Pferde in diesem Jahr in ausgezeichneter Form agieren. Nach Royal Ascot startet Deutschlands beste Meilerin nun an der Atlantikküste.
Und dort könnte es im d’Astarte zu einem echten Superrennen kommen. Neben Mi Emma sind nach wie vor auch die Englische und Irische Guineas-Heldin Finsceal Beo, die Falmouth Stakes-Siegerin Simply Perfect und die französische Guineas-Queen Darjina im Gespräch. Letztere würde erstmals ohne ihren ständigen Partner Christophe Soumillon an den Start kommen.
Die Stewards in Vichy brummten dem Belgier eine 9 Tages-Sperre wegen übertriebenen Peitschengebrauchs auf. Ganz bitter für Soumillon. Denn dieser verpasst nicht nur den Prix d’Astarte, sondern einen Tag früher auch die King George. In dem Sommer-Highlight hätte er für Aidan O’Brien Dylan Thomas reiten sollen, der nach Platz zwei zu Manduro in den Prince of Wales’s Stakes heißer King George-Favorit ist.
Mi Emma wird sich in Deauville erstmals auf Gerader Bahn versuchen. Form-Coach Wöhler weiter: „Zuletzt hatte sie nicht einmal ein zu hartes Rennen. Als der Jockey gemerkt hat, dass er nicht gewinnen kann, hat er sie nicht zu hart geritten. Sie hat nicht einmal einen Schlag bekommen.“
In Royal Ascot belegte Mi Emma Platz zwei. Dabei blieb sie vor Darjina und Finsceal Beo. Alle drei Stuten sollen auf gutem Boden besser sein, das aufgeweichte Geläuf auf der Königbahn nicht einmal nach ihrem Geschmack gewesen sein. Die Coronation Stakes-Siegerin Indian Ink soll nicht in Deauville antreten, was Mi Emma in die Favoritenrolle bringen würde. Allerdings ist sicher auch die frische Falmouth Stakes-Siegerin Simply Perfect nicht zu unterschätzen.
„Das Rennen wird natürlich wieder ein hartes Rennen. Aber es ist ein Gruppe I-Rennen und die sind bekanntlich nie leicht. Es sieht derzeit so aus, als würden wir mit ihr auch auf der Meile bleiben und ich glaube, dass das ihre Idealdistanz ist. Ob Mi Emma nächstes Jahr im Training bleiben wird ist noch nicht entschieden“, so Wöhler abschließend.
Ebenfalls eine Nennung für das mit 250.000 Euro dotierte Rennen besitzt die Ittlingerin Prianca. Die Diktat-Tochter aus dem Hofer-Stall gewann zuletzt imponierend ein Listenrennen in Italien.












