Vor wenigen Monaten stockte ihrem Team der Atem: Touch my Soul, die so hoch gehandelte Stute aus der Zucht von Heiko Volz (Gestüt Burg Eberstein), erlitt in einer wichtigen Guineas-Vorbereitung Nasenbluten. Das Team um Trainer Peter Schiergen ließ sich davon aber nicht beirren. Man gab der Tiger Hill-Tochter alle erdentkliche Zeit. Und der Mumm war offenbar nicht geringer geworden.
Denn vor einigen Wochen sicherte sich das amerikanische Team Valor die hoffnungsvolle Lady. Am Samstag gab Touch my Soul (Foto links) nun ihr mit Spannung erwartetes Comeback und Debut für die neuen Eigner im Credit Suisse-Rennen – Hanshin-Cup, dem Hamburger Stutenpreis, der am Mittwoch ausgefallen war.
Und in diesem mit 50.000 Euro dotierten Stuten-Event über 1600 Meter lief alles nach Plan für die heiße 18:10-Favoritin. Andreas Suborics war für Andrasch Starke, der wegen einer Fingerverletzung pausierte, eingesprungen und machte seine Sache ausgezeichnet.
Zunächst wartete er an dritter Position ab, während Waky Love vor The Spring Flower eine flotte Fahrt im Feld (Laeya Star und Praia waren abgemeldet worden) diktierte. Im Schlussbogen rückte Directa ganz außen auf, war aber bald wieder auf dem Rückzug.
Im Einlauf konzentrierte sich alles auf die Auseinandersetzung zwischen der in der Außenspur tapfer weiterziehenden Waky Love (Foto rechts) und der weiter innen stark auf Touren kommenden Touch my Soul. Zwar wehrte sich die Royal Dragon-Tochter nach Kräften, aber die einstige Diana-Favoritin Touch my Soul ging am Ende einen Tick besser.
‚Geblutet hat Touch my Soul nur ein einziges Mal. Wir haben sie behandelt. Sie könnte jetzt gemeinsam mit Quijano, der in der Arlington Million laufen soll, nach Amerika reisen und in der Heimat ihrer Besitzer die Beverly D Stakes bestreiten‘, erklärte Trainer Peter Schiergen, der sein drittes Grupperennen bei der Derby-Woche gewann.
Waky Love unterlag in allen Ehren. ‚Das ist eine sehr gute und spätreife Stute, wir sind sehr zufrieden. Zumal der Boden für Waky Love mit ihrer großen Aktion nicht einmal förderlich war‘, sagte Besitzer Helmut von Finck.
The Spring Flower eroberte unter Carina Fey deutliche sechs Längen zurück Rang drei gegen die nie zwingend anziehende Winterkönigin-Dritte und Guineas-Vierte Hashbrown. Directa hatte bald ausgespielt.











