Ein hei?er Tanz der Ladies und wieder Mega-Viererwette

Gregor Baum, der Eigner des Gestüts Brümmerhof, stand Ende 2006 vor einer schwierigen Wahl. Seine Mull of Kintyre-Stute La Dancia hatte zuvor den Stutenpreis der Mehl-Mülhens-Stiftung in Frankfurt gewonnen. Baum entschied sich für die Fortsetzung der Rennlaufbahn und gegen einen Wechsel ins Gestüt und dürfte damit richtig gelegen haben.

Denn beim zweiten Saisonstart 2007 endete La Dancia (Foto) im Prix Corrida (Gruppe II) in Saint-Cloud zwar nur auf Rang vier im Fünferfeld, war aber von der mehrfachen Gruppe I-Siegerin Mandesha nur knapp geschlagen.

Mit dieser Referenz dürfte sie am Freitag im Fährhofer Stutenpreis (Gruppe III, 50.000 Euro, 2200 m), dem Top-Event am drittletzten Tag der Hamburger Derby-Woche, zum engsten Favoritenkreis zählen. Natürlich schwingt sich Torsten Mundry wieder in den Sattel der Stute, die auf acht Konkurrentinnen trifft.

Jens Hirschberger schickt Ioannina (Terry Hellier) in die Partie, die in Baden-Baden im Preis der Hotellerie auf Listen-Ebene nach bester Einteilung Start-Ziel auftrumpfte. Die Schlenderhanerin sollte als Schwester von Diana-Siegerin Iota auch auf Gruppe-Level zurechtkommen, auch wenn sie die Wittekindshoferin Nordtänzerin (damals als Jahresdebutantin als Vierte etwas unter den Erwartungen geblieben) nun drei Kilo ungünstiger antrifft.

Da die Form von Trainer Peter Schiergen und von dessen Stalljockey Andrasch Starke glänzend ist, sollte Nordtänzerin nun schon dichter bei Ioannina landen und eine tragende Rolle spielen können.

Im starken Fünfer-Lot der älteren Ladies sind aber noch zwei weitere Trümpfe zu entdecken. Da wäre zum einen Fair Breeze (Andreas Suborics), die ihren kontinuierlichen Weg nach oben mit einem Ehrenplatz in einem Mailänder Gruppe III-Rennen fortsetzte und von Mario Hofer mit einigen Erwartungen gesattelt werden dürfte.

Quelle Amore (Eduardo Pedroza) aus dem Stall von Andreas Wöhler trägt die Farben des Sponsors und sollte deutlich mehr können als sie bislang in dieser Saison verriet.

Da müssen sich die vier dreijährigen Kandidatinnen warm anziehen, um gegen diese starke Phalanx der Älteren zu bestehen. Vor allem der Ebbesloherin Avanti Polonia (Davy Bonilla wird aus Frankreich eingeflogen) ist das vor allem zuzutrauen, denn bei ihrem dritten Rang im Henkel Preis der Diana (Gruppe II) präsentierte sich die Polish Precedent-Tochter weiter stark verbessert.

Die Reiterverteilung im doppelten Schiergen-Lot sagt nichts aus, denn Andrasch Starke kann keine 53 Kilo in den Sattel bringen.
Carolines Secret (Norman Richter), Zuckerpuppe (Jean-Pierre Carvalho) und die frische Ausgleich III-Siegerin Neele (Andreas Helfenbein) sind in dieser Klasse bislang noch nicht so recht angekommen, doch wollen auch sie Black Type bekommen.

Eine umfangreiche Karte von zehn Rennen erwartet die Besucher am Freitag in Horn. Das Spektakel des Tages dürfte die sechste Prüfung als Wettchance des Tages werden mit einer Garantie-Auszahlung von 50.000 Euro (inklusive eines Jackpots von 23.000 Euro) in der Viererwette.

Man hofft wiederum auf einen Top-Umsatz. Derlei Offerten ziehen die Wetter an, was sich für den Veranstalter mehr als lohnen sollte. Leider ist das Zweijährigen-Rennen etwas dünn ausgefallen. Außerdem lockt die Racebets.com-Trophy, das erste Hürdenrennen des Meetings.

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