Es geht um stolze 100.000 Euro am Sonntag im 111. Idee-Hansa-Preis, und da fehlen von der derzeitigen Spitzenklasse nur Prince Flori, der zeitgleich einen Ausflug nach Saint-Cloud unternimmt, und Saddex, der konsequent nur noch über 2400 Meter an den Start kommen wird.
Zunächst einmal ist dieser Idee Hansa-Preis ein erneutes Aufeinandertreffen mehrerer Kandidaten, die im „Grand Prix“ des Frühjahrsmeetings in Baden-Baden am Start waren. Hinter Prince Flori belegte Egerton (Foto) dort einen ausgezeichneten zweiten Platz, ließ den leichten Durchhänger in Frankreich vergessen. Der Groom Dancer-Sohn aus dem Stall von Peter Rau ist ansonsten die Beständigkeit in Person und ist es für sein Team Ehrensache, den „Titel“ im Hansa-Preis zu verteidigen.
Dass Schiaparelli in der Heimatstadt seiner Besitzer an den Anlauf kommen würde, war ebenso selbstverständlich, auch wenn sein Trainer Peter Schiergen die Distanz eigentlich als etwas zu kurz ansieht. Die Abschlussarbeit konnte in jedem Fall nicht besser sein und auch passend durchlässigen Boden dürfte der Fuchs antreffen.
Was die Distanz betrifft, sind 2200 Meter möglicherweise schon die Grenze für Arcadio. Ein Neubeginn ist es für den vorjährigen Derbydritten Oriental Tiger. Trainer Uwe Ostmann hatte von vornherein signalisiert, dass er den Hengst erst später im Jahr herausbringen würde. Er musste bei der Jockeyfrage kurzfristig noch einmal umdisponieren, denn Andreas Boschert steht doch noch nicht zur Verfügung, Champion Andreas Suborics springt ein.
Keineswegs zu unterschätzen ist Waleria, die noch in Dresden ihre aktuell gute Verfassung unter Beweis stellte. Schaut man sich ihre Leistungen letztes Jahr in Baden-Baden und Hoppegarten an, ist sie mehr als nur eine chancenreiche Außenseiterin.
Schwerer sieht es dagegen für Expensive Dream und Poseidon Adventure aus, Siebter und Achter waren sie in Baden-Baden, das reicht kaum aus, um hier mit zu mischen.












