Viele hatten sich gewundert, dass Trainer Jens Hirschberger den Monsun-Sohn Persian Storm nur elf Tage nach seinem durchwachsenen Saisondebut im Großen Preis der Sparkasse in Dortmund schon wieder aufbot. Im German Tote – Bavarian Classic stand der Ullmann-Hengst unter Stalljockey Terry Hellier mit 65:10 am Toto auch relativ lang.
Doch im Moment macht das Schlenderhan/Ullmann-Team eben wenig Fehler, und so kam Jungtrainer Jens Hirschberger bereits zum zweiten Gruppesieg, nachdem er mit Aviso bereits den Sieger im Mehl-Mülhens-Rennen gestellt hatte.
Man versuchte es mit dem einst so teuren Jährlingskauf (Foto) von der Spitze aus. Und wieder einmal teilte Terry Hellier von vorne seinem Ritt alles bestens ein. Er hatte Persian Storm soviele Reserven bewahrt, dass er auch den in der Zielgeraden angreifenden Favoriten Davidoff sicher im Griff behalten konnte. Im Ziel waren es satte drei Längen, die Persian Storm voraus war.
Dieser lief als Zweiter sicher kein schlechtes Rennen. Seinen Platz hatte er vor dem von weit hinten noch stark endenden Ittlinger First Stream jedenfalls früh sicher. Der stark beachtete Wöhler-Schützling Sassoaloro kam unter dem irischen Starjockey Johnny Murtagh etwas deutlicher zurück nur auf den vierten Platz. Ohne Möglichkeiten war auch der Schlenderhaner Allanit, der immer auf dem letzten Platz gelegen hatte. Doch wird das sein Team an diesem Tag verschmerzen können.
‚Er geht nun direkt ins Derby, wir hatten gleich nach dem Dortmunder Start gesagt, dass wir mit ihm in München laufen. Heute war alles ideal‘, so Racing Manager Paul Harley nach dem Rennen.
‚Man muss ihn schon galoppieren lassen, deshalb auch die Taktik heute‘, so Siegreiter Terence Hellier. Ob Persian Storm aber der Derbyritt Helliers ist, das ist noch offen, denn mit Sommersturm (läuft im Union-Rennen) und Adlerflug hat man in Bergheim noch weitere heiße Kandidaten für Hamburg.
Bei Davidoff könnten eventuell leichte Zweifel am Stehvermögen aufkommen, dagegen machte First Stream, der nach nicht ganz optimalem Rennen noch stark aufkam, schon den Eindruck eines Stehers.
Auf ein Pferd hatte man in Riem im Rahmenprogramm ganz besonders geblickt. Gaudium Magnum, ein Dreijähriger aus dem Stall von Matthias Keller gab sein Debut. Das Besondere bei dem Hengst: Er besitzt nicht nur eine Nennung für das Deutsche Derby, sondern auch für den Prix de l’Arc de Triomphe. Warum dies so ist, konnte er jedoch nicht beweisen, denn im Maidenrennen über 2200 Meter belegte er unter Jean-Pierre Carvalho nur den letzten Platz, lag im Ziel 38 Längen hinter dem Sieger. Das war der von Peter Schiergen für das Gestüt Ammerland trainierte Eiswind.
Schiergen hatte zuvor schon mit der grandios gezogenen Park Wiedingerin Namibia (Galileo-Narooma) das andere Maidenrennen des Derbyjahrgangs für sich entscheiden können. Mit Emporio im Ausgleich III gewannen Peter Schiergen und Andrasch Starke sogar noch ein weiteres Rennen, waren also beide jeweils dreimal erfolgreich.












