Ein Prinz auf dem K?nigsweg: Viel Spannung in Hannover

„Prinz ist mein bester Dreijähriger und mein Derbypferd!“ – Das hat Trainer Andreas Wöhler vor einigen Wochen gesagt, das hat er nach dem Jahresdebut des Bruders von Paolini und Platini in Mülheim wiederholt und wenn man sich die Reiterverteilung an diesem Pfingstmontag auf den deutschen Bahnen aus Ravensberger Sicht anschaut, dann hat sich daran wohl auch nichts geändert.

Denn Eduardo Pedroza, die Nummer eins am Rennstall in Spexard bei Gütersloh, fliegt nicht zum eigentlich höherwertigen Rennen nach München, sondern setzt sich in den Wagen und fährt nach Hannover.

Um Carde Ostermann-Richters Dreijährigen (unser Foto (links) zeigt in beim Training mit Shrek) im Großen Preis des Hannover Airport zu reiten. Und wenn man sich die Ergebnisse dieses Rennens in den letzten beiden Jahren anschaut, dann geht man seitens Wöhler wirklich den Königsweg nach Hamburg: 2005 hieß der Sieger auf der Neuen Bult Nicaron, 2006 Schiaparelli – es scheint sich um das wichtigste Trial auf das Derby zu handeln, wobei übrigens diese beiden späteren Derbysieger zwischen Hannover und Hamburg noch einmal am Start waren und nicht gewonnen haben.

Doch ob es der letzte von Prinz vor Hamburg ist, wird man sehen, zunächst gilt es, das 20.000 Euro-Rennen in Hannover zu gewinnen. Das sollte im Bereich des Möglichen sein, denn die Konkurrenz ist qualitativ und quantitativ zumindest auf den ersten Blick übersichtlich ausgefallen, sicher handelt es längst sich nicht um das stärkstbesetzte Derby-Trial.

Aus dem eigenen Lager kommt der Ravensberger Waldvogel (Eugen Frank) an den Ablauf, in Mülheim war er schon ein gutes Stück hinter Prinz. Auch bei deutlicher Steigerung und passenderem Boden (auf dem Raffelberg war es schon arg abgetrocknet) ist ebenso wenig eine Formumkehr zu erwarten wie bei dem Schlenderhaner Adlerflug (Fredrik Johansson), der damals eine Rang vor Waldvogel einkam.

Be Faithful (Andreas Helfenbein) ist noch sieglos, da ist es ebenso ein schwerer Gang wie für Unisonow (Markus Kolb), dessen Ziel ohnehin in erster Linie das Österreichische Derby ist. Byron (Frederic Spanu) kommt mit frischer Siegform aus Baden-Baden, die Zeit zwischen beiden Rennen ist schon knapp, ein Sprung wird verlangt.

Bleibt First Storm (Torsten Mundry), ein Pferd, das im Stall von Peter Rau für Hamburg vorgesehen ist – wenn er denn entsprechende Leistungen zeigt. Beim Jahresdebut in Bremen war er ersichtlich noch rückständig, gewann dann in Köln in bestimmt nicht schlechter Gesellschaft in überzeugendem Stil.

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