Ajesha die Finalsiegerin und die Aufholjagd beim Umsatz

‚Ich hatte doch etwas Bedenken, da sie sehr viel Gewicht tragen musste, aber zum Glück war der Boden stark abgetrocknet‘, berichtete Trainer Pavel Vovcenko (Foto) nach dem ungefährderten Erfolg der immerhin schon siebenjährigen Ajesha im Iffezheimer Jagdrennen (Listenrennen, 18.000 Euro, 4500 Meter).

‚Jean-Gilles Gueracague hat die Stute sehr ökonomisch geritten. Als Reiter war ich hier selbst schon vor sechs Jahren mit Pas Perdu erfolgreich.‘

Zunächst hielt sich Ajesha noch in hinteren Regionen auf, während Gelots Reiter Oliver Schnakenberg vorne loslegte wie die Feuerwehr. Gut und gerne zwanzig Längen legte er zwischen sich und die von Ner gemeinsam mit Rosenbrief angeführte Konkurrenz. Bergab wurde plötzlich Hanseat reiterlos, nachdem er auf der Flachen weggerutscht war, doch ging gottlob alles glimpflich ab.

In der letzten Schleife trennte sich dann die Spreu vom Weizen. Gelot wurde von Rosenbrief und Ner bedrängt, dann machte auch der Gast aus der Tschechischen Republik einen Fehler und musste den Kontakt abreißen lassen. Rosenbrief setzte Gelot unter Druck, und im Schlussbogen wurde Ajesha immer zwingender. Die Law Society-Tochter ging schon vor der Geraden von dem vorderen Trio am besten und übernahm knapp das Kommando von Gelot und dem innen postierten Rosenbrief. Und nun machte Guerecague ernst, setzte sich schon vor dem letzten Hindernis deutlich ab und wurde nicht mehr gesehen. Zwölf Längen betrug ihr Vorteil im Ziel.

Rosenbrief stand zeitig als Zweiter fest, bekam nach dem Rennen Kreislaufprobleme, die jedoch bald wieder behoben waren. Gelot wurde vielleicht doch etwas zuviel zugemutet.

Mario Hofer avancierte bei den Trainern mit 81 Punkten zum Meetingschampion, seine Pferde gewannen fünf Rennen, er verwies Christian von der Recke (80) und Dr. Andreas Bolte (62) auf die Plätze. Adrie de Vries (127 Punkte/7 Siege) beherrschte die Szenerie bei den Jockeys vor Andreas Suborics (113) und Andreas Helfenbein (106). Das Besitzer-Championat ging an das Gestüt Röttgen (46 Punkte).

Dank des hohen Jackpots in der Viererwette konnte man das zwischenzeitliche Minus aufgrund der sehr niedrigen Starterzahl am Schlusstag fast noch ausgleichen. In den neun Rennen flossen 1.049.516,50 Euro durch die Kassen (2006: 1.063.092,90 Euro), das ist ein minimaler Rückgang von 1,28 Prozent.

In der Prüfung mit dem Jackpot (achtes Rennen) ging der Umsatz auf 234.321 Euro hoch, allein in der Viererwette kamen 129.648 Euro zusammen. Offenbar sind zusätzliche hohe Ausschüttungen der Schlüssel zum Erfolg, zumal kein Buchmacher diese Wette hält, die Viererwette komplett in den Toto vermittelt wird.

Beim Meetings-Umsatz gab es ein Minus von 5,85 Prozent. In absoluten Zahlen bedeutet dies 4.972.285 Euro gegenüber 5.281.379 Euro im vergangenen Jahr.

Nächste Renntage

Galopprennen in Deutschland
Sa., 23.05.München
So., 24.05.Hoppegarten
Mo., 25.05.Hannover, Köln
Sa., 30.05.Leipzig
So., 31.05.Düsseldorf
Do., 04.06.Baden-Baden
Galopprennen in Frankreich
Sa., 23.05.Bordeaux, Lyon-Parilly
So., 24.05.Longchamp, Vichy, Chateaubriant
Mo., 25.05.Compiegne, Salon de Provence
Di., 26.05.Auteuil, Evreux