Die Stute mit dem eigenen Kopf: Ioannina trumpft auf

Der erste klassische Sieg mit Aviso liegt erst zwei Wochen zurück, da wollte Trainer Jens Hirschberger auch gleich seinen ersten Black Type-Treffer in Baden-Baden schaffen: Mit der Mitfavoritin Ioannina (Foto) gelang dieses Unterfangen denn auch alles andere als unerwartet und in sehr sicherem Stil.

Die Rainbow Quest-Tochter bekam im Preis der Hotellerie Baden-Baden (25.000 Euro, 2200 m) von Terry Hellier ein ideales Rennen serviert. Start-Ziel teilte er der Schlenderhanerin in diesem Listenrennen alles bestens ein, hatte einen gehörigen Anteil an diesem wertvollen Erfolg. Geschickt verschleppte er an der Spitze die Pace.

Im Schlussbogen verschärfte Hellier mit Ioannina die Fahrt, Tyrana ließ sich außen bereits anfassen, Golden Rose bekam allmählich Probleme, auch Nordtänzerin ließ sich anschieben. Dagegen rutschte Belle Hernando innen durch, und vor allem Beiramar schob sich in der Bahnmitte ins Bild.

Mitte der Geraden wurde Beiramar immer zwingender, schien Ioanina stellen zu können. Aber deren Jockey hatte die Reserven seines Pferdes noch nicht aufgebraucht, konnte mit der Schlenderhanerin bequem zulegen. In ausgesprochen sicherer Manier verteidigte Ionnina ihren Vorsprung.

‚Sie hat ihren eigenen Kopf, ähnlich wie ihre Schwester Iota. Doch hat Ioannina ebenfalls viel Talent‘, erklärte Racing Manager Paul Harley. ‚Der Jockey hat schon eine tolle Gabe, sich auf Probleme einzustellen‘, lobte Gestütsleiter Gebhard Apelt Terry Hellier. ‚Sie ist etwas schwierig, dürfte jedoch noch weiter nach oben klettern. Terry hat sie toll geritten‘, fügte Trainer Jens Hirschberger an.’Der Stutenpreis in Hamburg über 2200 Meter ist ein Ziel, es gibt aber auch Aufgaben in Franbkreich.‘

Beiramar gab sich erst spät geschlagen. ‚Sie hat leider etwas gepullt, hat sich aber sehr gut geschlagen. Ob wir ein Engagement in zwei Wochen in Italien wahrnehmen, steht noch nie fest. Sie könnte auch nach Hamburg gehen‘, signalisierte Waldemar Hickst. Belle Hernando drehte innen noch besser auf. ‚Leider hatte sie keine günstige Position und musste auf der ungünstigen Innenspur gehen. Sonst hätte sie meiner Meinung nach gewonnen‘, glaubt Trainer Dr. Andreas Bolte.

Nordtänzerin kam früh nicht mehr voran, musste als Höchstgewicht und Jahresdebutantin (sie war über Winter im Gestüt) bald passen. ‚Sie war heute zu fleißig und trug viel Gewicht‘, erläuterte Peter Schiergen.

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