Vor einer Woche weilte sie noch beim Kentucky Derby in den USA. An diesem Sonntag reiste sie zwar nicht nach Iffezheim, doch hatte sie einen Starter im Hauptereignis des zweiten Meetingstages in Baden-Baden: Queen Elizabeth von England ließ über Trainer Andrew Balding ihren fünfjährigen Zafonic-Hengst Banknote unter Francis Norton in der 29. Badener Meile antreten, adelte damit den sonnigen Nachmittag vor 10700 Zuschauern (im Vorjahr waren es 10300) an der Oos.
Und dieser Banknote, der bislang u.a. ein Listenrennen auf Sand gewonnen hatte, aber noch nie in einem Grupperennen angetreten war, meisterte den Sprung auf dieses Level in dem mit 50.000 Euro dotierten Gruppe III-Rennen über 1600 Meter in großer Manier.
Jockey Francis Norton beorderte die 54:10-Chance an die zweite Position hinter dem mit Scheuklappen angetretenen Röttgener Aspectus, dahinter sah man Willingly vor King Jock, Wiesenofad, Silex und Madresal.
Im Einlauf wehrte sich Aspectus verbissen gegen die Attacken von Banknote, der Ire King Jock, der Favorit geworden war, saß dahinter kurz fest. In der Distanz machte sich Banknote mit einer Länge Vorsprung entscheidend frei, Aspectus zog noch einmal an, schob sich wieder vor den unglücklich agierenden King Jock.
Dann war der Abstand bis zu König Turf als Viertem schon deutlicher, auch Wiesenpfad fasste nie entscheidend an, wurde Fünfter vor Madresal, Silex und Willingly, die allesamt mit der Entscheidung nichts zu tun hatten.
Andrew Balding landete nach Passing Glance 2003 im Oettingen-Rennen seinen zweiten Triumph in Baden-Baden. ‚Banknote hat sich als Fünfjähriger noch einmal stark verbessert‘, erklärte der Coach. ‚Der Jockey hatte einen sehr schweren Unfall. Für ihn freut es mich sehr. Wir kommen gerne mit dem Hengst wieder.‘











